Erstellt am 27. April 2016, 09:28

von NÖN Redaktion

Sieben Euro pro Bürger für Hallenbad nötig. Land will genaue Zahlen zu Sanierung und Neubau. Zusagen der Bezirksgemeinden zur Mitfinanzierung fehlen.

Sorgenkind Hallenbad. Gemeinderat Herbert Denk, Landeschef Hans Niessl, Landesrat Alexander Petschnig und Vize Elisabeth Böhm.  |  NOEN, BVZ

Eines vorweg: Sowohl Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) als auch Landesrat Alexander Petschnig (FPÖ) haben sich für den Erhalt des Hallenbades ausgesprochen. Scharfe Kritik gab es jedoch für das von der Stadtgemeinde vorgelegte Konzept zur Sanierung des Hallenbades, das unter anderem auch eine Gründung einer eigenen GmbH vorsieht.

Sanierung oder Neubau als besseres Modell?

„Ein Fortführungs- und Sanierungsplan, welches zwar weder künftige Umsatzerlöse noch erwartbare Kosten, geschweige denn Zusagen der Neusiedler Umlandgemeinden beinhaltet, dafür aber pauschal mit einem jährlichen Verlust von deutlich über einer Million Euro kalkuliert“, bemängelt etwa Petschnig. Und Landeschef Hans Niessl meint:

„Wir wissen nicht, wie viel ein Neubau kostet oder ob jetzt die Sanierung das bessere Modell ist. Was ist mit den Altschulden? Wir wissen nicht, wer mitzahlt. Es haben sich nach dem Treffen mehr Fragen als Antworten ergeben. Deshalb mit Nachdruck meine Forderung, bestimmte Sachen nachzubringen. Der Ball liegt bei der Stadtgemeinde.“

Freizeitbetriebe-Geschäftsführer Georg Glerton hat das Konzept erstellt und erklärt: „Der Rechnung des notwendigen Liquiditätsbedarfs betreffend Hallenbad neu liegt eine detaillierte Unternehmensplanung zugrunde. Sowohl die Ertrags- als auch die Aufwandsseite sind detailliert geplant. Richtig ist, dass die Umlandgemeinden noch keine abschließenden Zusagen getätigt haben. Dies ist ja Ziel des Runden Tisches am Donnerstag dieser Woche.“

Sieben Euro pro Kopf und Bürger für Orte

Fest steht aber bereits, dass mit circa sieben Euro pro Kopf und Bürger sowohl der laufende Betrieb als auch die Sanierung des Hallenbades finanziert werden könnte. Ebenso könnten die Kredite getilgt werden. Im vorliegenden Konzept sind laut Glerton der bisherigen Sanierung des Bades zuzuordnende Kredite enthalten: „Es handelt sich hierbei ausschließlich um Kredite, welche das Hallenbad betreffen.

Inwieweit diese in der neuen Konzeption übernommen werden oder nicht, bleibt den weiteren Verhandlungen vorbehalten. Generell ist festzuhalten, dass aufbauend auf dem sehr konstruktiven Gespräch bei Herrn Landeshauptmann Niessl und Herrn Landesrat Petschnig eine Detailkonzeptionierung zu erfolgen hat.“

Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) betont, dass an Verfeinerungen des Konzepts und den Forderungen des Landes gearbeitet wird.