Erstellt am 11. April 2013, 13:30

"Sonnengemüse" mit neuer Vertriebsmarke. Rund 13.500 Tonnen Frischgemüse hat die Sonnengemüse Vertriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Wallern (Bezirk Neusiedl am See) 2012 vermarktet.

 |  NOEN, Marco Menne
Im Vorjahr wurde ein Umsatz von 17,5 Mio. Euro erzielt, den man auch nach der Trennung von der LGV Frischgemüse (Österreichs größte Gemüseerzeugerorganisation, Anm.) halten wolle, erklärte Geschäftsführer Josef Peck am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Seit Jahresbeginn erfolgt der Vertrieb unter der neuen Marke "Seewinkler Sonnengemüse."

92 Landwirte produzieren für das Unternehmen auf 467 Hektar Fläche im burgenländischen Seewinkel Frischgemüse. Den höchsten Anteil hatten im Vorjahr Paprika mit 44 Prozent und Paradeiser mit 23 Prozent. Künftig wolle man die Vorteile der Region noch besser nutzen. "Wir setzen auf Frische und Geschmack", sagte Peck. Binnen 24 Stunden mit der Ware im Geschäft zu sein, bedeute einen Riesenvorteil.

Um den Kunden ein innovativer Partner zu sein, sollen neue Produkte auf den Markt gebracht werden. Geplant seien Anbauversuche mit Fenchel und mit breiten Bohnen sowie Neuerungen bei exotischen Früchten. Auch alte Sorten sollen reaktiviert werden.

Planungen seien "eigentlich vielversprechend"

Außerdem strebe man Verbesserungen etwa bei der Logistik und der Kühlung an. Investiert wurde auch in eine neue Sortieranlage für Paprika - die derzeit größte und modernste Österreichs - sowie in eine Hygieneschleuse, die jede Person passieren muss, wenn sie den Verarbeitungsbereich betritt, erläuterte Peck.

Die Planungen, den Umsatz auch künftig zu halten, seien "eigentlich sehr vielversprechend", meinte der Geschäftsführer. "Wir wollen auch weiter wachsen, aber nicht um jeden Preis."

"Seewinkler Sonnengemüse" wird auf 420 Hektar im Freiland angebaut, dazu kommen 30 Hektar Folientunnel und 17 Hektar geschützter Anbau. Ein Vorteil in der Region sei, dass die Ernte etwa 14 Tage früher beginne, meinte Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger. Durch den langen Winter werde man mit der Saison diesmal um zehn bis 14 Tage später starten, so Peck. Da jedoch alle Anbieter in Europa davon betroffen seien, bleibe der Vorteil der Frühzeitigkeit erhalten.