Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

Sonntag bringt Sieger. Stichwahl / In Andau, Deutsch Jahrndorf, Illmitz und Kittsee fällt in vier Tagen die Entscheidung: Die Bürger wählen ihren Ortschef bis 2017.

ANDAU / KITTSEE / ILLMITZ / DEUTSCH JAHRNDORF / Nur mehr vier Tage bis zur Entscheidung: Knapp ein Monat nach der Gemeinderatswahl wird am Sonntag auch in Andau, Deutsch Jahrndorf, Illmitz und Kittsee das Endergebnis der Bürgermeisterwahl feststehen.

In der „heißen Phase“ vor dem Wahlsonntag befindet man sich in Deutsch Jahrndorf, denn hier hätte der erste Wahldurchgang im „Kampf“ um das Amt des Bürgermeisters nicht knapper ausgehen können: Lediglich eine Stimme trennten die beiden Spitzenkandidaten Gerhard Bachmann (SPÖ) und Reinhold Reif (ÖVP) am 7. Oktober voneinander, FPÖ-Kandidat Karl Perschy reihte sich als Drittplatzierter ein. Auf große Überraschungen kurz vor der Wahl setzt die SPÖ nicht, wie Bachmann erklärt: „Große Aktionen ein paar Tage vor der Wahl kommen einem Betteln um Stimmen gleich. Wir haben längst einen Rundbrief an alle Bürger verteilt, in dem wir dargelegt haben, warum es besser ist, mit Mehrheit im Gemeinderat auch den Bürgermeister zu stellen.“ Ziel sei es auf jeden Fall, die von den Bürgern angesprochenen Punkte der im Feber durchgeführten Ortsumfrage umzusetzen, vor allem was Sicherheit, betreutes Wohnen, Nahversorgung betreffen, so Bachmann. Reinhold Reif (ÖVP) ist ebenfalls guter Dinge und sieht die Sicherheit im Ort als den derzeit wichtigsten Aspekt in der Grenzgemeinde.„In Deutsch Jahrndorf war es immer schon knapp, doch nun hat die SPÖ die absolute Mehrheit, was die Sache natürlich schwieriger gestaltet. Eine positive Entwicklung des Ortes ist aber nur möglich, wenn man die Parteipolitik zurückstellt und ein offenes Ohr für alle Bürger hat.“

4. November: „Runde zwei“ eingeläutet 

Auch in Kittsee geht man in die Endrunde des Wahlkampfs: Neben der klassischen Wahlplakat-Aktion einige Zeit vor der Stichwahl setzt man hier vor allem auf den intensiven Kontakt mit den Kittseern, wie ÖVP-Spitzenkandidat Franz Buchta erklärt: „Es gibt einen persönlichen Brief von mir an alle Wähler, natürlich mache ich auch noch einige Hausbesuche. Etwa 700 Bürger waren am 7. Oktober nicht wählen, hier gilt es, persönliche Gespräche zu führen.“ SPÖ-Spitzenkandidatin Gabriele Nabinger verweist auf bereits erreichte Projekte und Arbeiten in ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin von Kittsee. Ansonsten möchte sie „eine Bürgermeisterin für alle sein und gemeinsam gerecht für Kittsee arbeiten“, so Nabinger.

Ins „Finale“ geht man am Sonntag auch in Andau. 47 Stimmen waren es, die Andreas Peck (ÖVP) im ersten Wahldurchgang vor Michael Thyringer (SPÖ) lag. FPÖ-Kandidat Bernd Brettl landete an dritter Stelle. Seine Wähler werden nun wohl das Zünglein an der Waage sein. Er selbst vermutet, dass die FPÖ-Wähler nun eher in Richtung der ÖVP tendieren werden. „Auch ich würde das so einschätzen“, sagt Peck. SP-Kandidat Michael Thyringer sieht das größte Potential in jenen Wählern, die bei der Gemeinderatswahl SPÖ gewählt haben, nicht aber bei der Bürgermeisterwahl. Diese gelte es nun, von seiner Person zu überzeugen.

In Illmitz heißt es im Kampf um die Stimmen Wegleitner gegen Wegleitner. Für Alois Wegleitner (SPÖ) stehen in den verbleibenden Tagen vor der Wahl noch Hausbesuche auf dem Programm. Auch Helene Wegleitner (ÖVP) setzt auf Gespräche: „Das Positive in den Vordergrund“ lautet ihr Motto.