Erstellt am 06. Januar 2016, 05:38

von Birgit Böhm-Ritter

Sparkasse schließt zwei Filialen. Standorte in Winden und Halbturn werden aufgelassen. Kunden werden in Neusiedl und Frauenkirchen weiter betreut.

Die Kunden der Windener Filiale werden ab 1. Februar in Neusiedl am See betreut. Halbturns Filiale fusioniert mit Frauenkirchen.  |  NOEN, Böhm-Ritter Birgit

Die Sparkasse Hainburg-Bruck-Neusiedl AG geht mit einem neuen Filialkonzept in das Jahr 2016. Das neue Konzept sieht eine Straffung des Filialnetzes vor: Und zwar in der Form, dass die bestehenden Filialen in Winden am See, in Halbturn (beide Bezirk Neusiedl am See), in Au am Leithaberge und in Enzersdorf an der Fischa (beide Bezirk Bruck an der Leitha) mit 31. Jänner 2016 geschlossen werden. Die Kunden und die Mitarbeiter werden im Zuge einer Filialzusammenlegung übersiedelt.

Für den Neusiedler Bezirk bedeutet das, dass die Windener Filiale mit der Filiale Neusiedl am See zusammengelegt wird, die Filiale Halbturn wiederum mit der Filiale in Frauenkirchen.

BVZ.at hatte vergangene Woche berichtet:

In Winden will man sich nicht mit der Zusammenlegung abfinden. „Ich bin darüber nicht erfreut“, sagt Bürgermeister Preiner. Er wolle die Schließung mit einer Unterschriftenliste und Gesprächen mit den Verantwortlichen noch abwenden, gibt er sich kämpferisch.

„Das ist eine überfallsartige Schließung“

Die Gemeinde hat die Filialräume der Sparkasse als günstigen Standort zur Verfügung gestellt, noch im vergangenen Frühjahr waren Adaptierungsarbeiten im Gespräch. Am 22. Dezember wurde die Gemeinde informiert, dass die Filiale mit Ende Jänner zugesperrt wird. „Das ist eine überfallsartige Schließung, die besonders für die weniger mobile, ältere Bevölkerung von Winden am See bitter ist.“

Halbturns Bürgermeister Markus Ulram glaubt nicht, dass es an der Entscheidung noch etwas zu rütteln gibt. „Natürlich tut so etwas einem Bürgermeister weh, aber mit zwei weiteren Bankinstituten sind wir immer noch gut aufgestellt.“

Die genannten Kleinstfilialen wurden bisher von maximal zwei Mitarbeitern besetzt. Mit dieser personellen Situation sei es immer schwieriger geworden, den heutigen Anforderungen im Kundenservice gerecht zu werden, so Josef Preschitz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hainburg-Bruck-Neusiedl AG. Mit dem Standortwechsel und der sich daraus ergebenden Erhöhung der Mitarbeiterzahl sowie der Konzentration der Kundenberatung in den größeren Filialen, soll die Beratungsqualität besser gewährleistet sein.

Die Sparkasse Hainburg-Bruck-Neusiedl AG ist eine klassische Universalbank mit einem traditionellen Schwerpunkt auf Privatkunden, kleinere und mittlere Unternehmen sowie Vermögensverwaltung.

Ab 1. Februar sollen alle Kunden in den größeren Filialstandorten betreut werden. Alle von Schließungen betroffenen Kunden werden von ihrem Kundenbetreuer schriftlich informiert.