Erstellt am 16. Mai 2012, 07:43

Sprengung schlug fehl. FAHNDUNG LÄUFT / Täter wollten Bankomat der „Raiffeisen“-Filiale in St. Andrä in die Luft jagen. Zuvor stahlen sie noch Fluchtwagen aus Werkstatt.

Versuch. Die Täter wollten diesen Bankomat sprengen. TESKE  |  NOEN
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ST.ANDRÄ AM ZICKSEE / Jener Kunde, der Sonntagfrüh Geld vom Bankomaten der Raiffeisenbank in der Wienerstraße in St. Andrä abheben wollte, staunte nicht schlecht, als er das Bankfoyer betrat: Unbekannte hatten nämlich zwischen halb vier und vier Uhr früh versucht, den Bankomaten durch Einleitung von Gas zu sprengen und dabei einen Rucksack, ein Fläschchen Benzin, Spielzeugplastilin und ein Kunststoffhandschuh am Tatort zurückgelassen. Der Mann rief daraufhin sofort die Polizei.

Auf der Flucht: Täter stahlen  Mercedes aus Werkstatt

Zu einer Explosion des Bankomats war es aber nicht gekommen - auf Anfrage der BVZ beim Landeskriminalamt Burgenland erklärt ein Beamter: „Für eine optimale Explosion muss genau die richtige Mischung aus Gas und Sauerstoff getroffen und anschließend in den Bankomaten eingeführt werden. Das genaue Mischverhältnis zu bekommen, ist aber ein schwieriges Unterfangen, an dem die Täter wohl gescheitert sind. Auch die Zündung darf nicht zu stark sein.“

Unweit des Tatortes wurde kurz vor dem Einbruch in die Raiffeisenbank aus einer Werkstatt noch ein schwarzer Mercedes im Wert von 17.665 Euro gestohlen. Da das deutsche Kennzeichen des PKWs aber abgelaufen war, wurde das österreichische Kennzeichen eines anderen Autos, das ebenfalls in der Halle abgestellt war, kurzerhand abmontiert und auf den Mercedes angebracht.

Handschuh brannte: Täter  hat schwere Verletzungen

Ersten Zeugenberichten zufolge geht man davon aus, dass das gestohlene Auto zur Ausführung am Tatort und anschließend zur Flucht der Täter verwendet wurde. Nun soll der verbrannte Kunststoffhandschuh, der am Tatort gefunden wurde, Aufschluss über die Täter geben. Erhebungen zufolge wurde dieser nämlich von einem der Täter am Tatort benützt. Der Handschuh fing Feuer, als eine Stoffschnur angezündet wurde, die zuvor in Benzin getränkt war. Die Polizei geht davon aus, dass sich so zumindest einer der Täter schwere Brandverletzungen zuzog. Die internationale Fahndung läuft .