Erstellt am 01. April 2015, 06:15

von Birgit Böhm-Ritter

Parken bleibt gratis. Parkraumbewirtschaftung wird nicht umgesetzt. ÖVP strebt zukünftig eine Erweiterung des Parkplatzes an.

An heißen Sommerwochenenden ist am Parkplatz des Neusiedler Strandbades keine Parklücke zu finden. Foto: Birgit Böhm-Ritter  |  NOEN, Birgit Böhm-Ritter

Nun ist es fix: Aus den geplanten Parkgebühren im Seebad (

) wird es nichts. Das Konzept, das eine 30-prozentige Senkung der Eintrittspreise, dafür aber die Einführung einer Parkgebühr vorsah, wird ad acta gelegt. Zumindest für die heurige Saison.

„Die meisten wollen auf das Auto nicht verzichten“

„Bei der Präsentation vor interessierten Bürgern haben wir gemerkt, dass die Leute mit den Eintrittspreisen zufrieden sind, eine Parkgebühr aber nicht wollen“, sagt VP-Stadtrat Thomas Halbritter. Die Idee sei es gewesen Anreize zu schaffen, ohne Auto ins Seebad zu kommen.

Genau da aber liegt der Haken: „Die meisten Leute wollen auf das Auto nicht verzichten“, weiß Halbritter, der auch im Beirat der, für das Seebad zuständigen, Freizeitbetriebe sitzt.

Um der jahrelangen Parkplatzproblematik Herr zu werden, strebt die ÖVP eine Erweiterung des Parkplatzes an. Möglich wäre das im Schilf im Bereich des Schlammabsatzbeckens. Noch im Frühsommer sollen die Genehmigungsverfahren in der Landesregierung eingeleitet werden. Einfach wird es nicht, mit dem Projekt ist die ÖVP schon einmal gescheitert.

Fischbach setzt auf Vorschläge aus der Bevölkerung

Für Alexandra Fischbach ist ein neuer Parkplatz im Schilfgürtel keine Option: „Das wäre ein Schritt in die falsche Richtung“, bemerkt die Gemeinderätin der Grünen. Für sie ist die Parkgebühr noch nicht vom Tisch. „Dieses Jahr wird sie definitiv nicht kommen. Aber das Konzept ist noch nicht ausgegoren. Es gibt viele Schrauben, an denen noch gedreht werden kann.“

Von der Bevölkerung selbst würden einige konstruktive Anregungen kommen, wie etwa eine Saisonkarte für das Parken. Der Bau eines zusätzlichen Parkplatzes würde teurer kommen, als eine ausgeklügelte Parkraumbewirtschaftung, glaubt sie.

Für die Saison 2015 wird sich also kaum etwas ändern. „Lediglich die ermäßigte Eintrittskarte für Fahrradfahrer wird es nicht mehr geben“, erklärt der interimistische Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Georg Glerton. Es sei schwierig zu überprüfen, wer tatsächlich mit dem Rad komme. Außerdem sei diese Ermäßigung unfair gegenüber Fußgängern, die vollen Eintritt bezahlen.