Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Streit um Grillplatz. 165.000 EURO / Parndorfer Gemeinderat diskutierte heftig über das Dorferneuerungs-Projekt. Ergebnis: Zurück an den Start.

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VON PIA REITER

PARNDORF / Zuerst schien es eine für Parndorf ungewöhnlich ruhige Gemeinderatssitzung zu werden. Einigkeit auf gesamter Linie. Bis schließlich Tagesordnungspunkt Nummer sechs - das Dorferneuerungsprojekt „Grillplatz“ auf dem Areal der Böhm-Schottergrube an der Reihe war. Das Konzept sieht bei der Gestaltung des sechs Hektar großen sogenannten Südstrandes zusätzlich die Schaffung eines Strandes mit Parkplatz und einen Beachvolleyballplatzes vor. Die Gesamtsumme von 165.000 Euro sorgte für Kritik bei SPÖ, ÖVP und FPÖ. Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) unterstützte das vorgelegte Projekt und erklärte: „Heuer sind im Budget dafür 40.000 Euro vorgesehen. Auf zwei Jahre gesehen sind für unser Budget 100.000 Euro realistisch. Der Rest wird über die Dorferneuerung gefördert. Wegen der Förderung wurde ein Betrag angegeben, der für das Gesamtprojekt gilt, da wir es auf einmal einreichen müssen.“

ÖVP, SPÖ und FPÖ sprachen  sich gegen Projekt aus

Genau dieses Gesamtprojekt konnte ÖVP-Obmann Gerhard Umathum aber nicht erkennen: „Ein Grillplatz für die Parndorfer ist ja keine schlechte Idee. Aber mir fehlt das Gesamtkonzept.“ Sanitäranlagen, Liegewiese, Zufahrt und Parkplätze seien nicht berücksichtigt.

Auch die SPÖ lehnte das Projekt ab: „Wie schaut denn das Gesamtprojekt aus? Wer ist für die Pflege des Grillplatzes zuständig? In dieser Form und Preisgestaltung gibt es von uns keine Zustimmung.“

FPÖ-Gemeinderat Stefan Reiner sagte: „Die Kosten sind für einen Grillplatz viel zu hoch. Ein Betrag zwischen 30.000 und 50.000 Euro wäre okay.“ Er forderte weiters, die Sinnhaftigkeit und die Kosten genau zu überprüfen.

Bürgermeister Kovacs war verärgert und konterte: „Ich nehme euch das nicht ab, dass ihr den Grillplatz wollt. Sagt doch gleich, die Lebensqualität der Parndorfer Bürger interessiert euch nicht.“ Vier verschiedene Anträge zum Grillplatz wurden eingebracht, die aber alle keine Mehrheit im Gemeinderat fanden.