Erstellt am 22. Februar 2012, 11:58

Strom für 8.000 Haushalte: Mega-Windräder in Potzneusiedl am Netz. In Potzneusiedl haben Österreichs größte Windkraftanlagen heute, Donnerstag, offiziell den Betrieb aufgenommen.

 |  NOEN, BilderBox - Erwin Wodicka / wodi (BilderBox - Erwin Wodicka / wodi)
 Die zwei Windräder vom Typ E 126 der deutschen Firma Enercon verfügen über eine Produktionskapazität von je 7,5 Megawatt (MW) und zählen damit derzeit auch weltweit zu den leistungsstärksten Anlagen. Beide Windräder zusammen könnten beispielsweise die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt mit Strom versorgen.
 
   Der Spatenstich für die vom Energieversorger BEWAG in Auftrag gegebenen Mega-Windkraftanlagen war im Mai des Vorjahres erfolgt. Insgesamt wurden rund 1.400 Kubikmeter Beton und 120 Tonnen Stahl verbaut. Die Nabenhöhe der Anlagen beträgt 135 Meter. Die Gondel - sie trägt die Rotorblätter - ist 14 Meter hoch, 22 Meter lang und 650 Tonnen schwer. Vergangenen Dezember begann sich das erste Windrad zu drehen, danach folgte ein Probebetrieb. Zum Preis wollte man sich beim Energieversorger auf APA-Anfrage nicht äußern.
 
   "Diese Windenergieanlagen geben Einblick in die Zukunft der Windtechnologie", erklärte BEWAG-Vorstandssprecher Michael Gerbavsits anlässlich der Inbetriebnahme. Eine der Anlagen soll gemeinsam mit dem Hersteller Enercon zu Forschungs- und Entwicklungszwecken betrieben werden. Die dabei gewonnenen Daten können von der BEWAG-Tochter Austrian Wind Power (AWP) verwendet werden, so BEWAG-Vorstand Reinhard Schweifer.
 
   "Das Burgenland ist eine ÖKO-Modellregion für ganz Europa", stellte Landeshauptmann Hans Niessl (S) fest. Bis 2013 werde man so viel Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, wie im Land verbraucht werde. Die BEWAG investiere bis 2013 insgesamt rund 450 Mio. Euro in den Windkraft- und Netzausbau, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V).