Erstellt am 04. Januar 2012, 08:12

„Suchen nach Million“. WINDRÄDER-STREIT / SPÖ hält an Volksabstimmung fest, will sich aber mit Betreiberfirma „Im Wind“ zu Gesprächen treffen.

Streit. Die SPÖ will zum Thema Windräder eine Volksabstimmung initiieren. BIRGIT BÖHM-RITTER  |  NOEN
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PARNDORF / Nach wie vor schlägt der Streit um das Thema Windräder in Parndorf hohe Wellen: Die SPÖ will eine Volksabstimmung initiieren, da sie überzeugt ist, dass die Gemeinde beim jüngsten Vertrag mit der Betreiberfirma „Im Wind“ eine Million Euro mehr für 23 Windräder lukrieren hätte können (die BVZ berichtete).

Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) ist über die Vorgangsweise der SPÖ-Parndorf verärgert und überlegte kurzzeitig sogar den Verkauf der Bewag-Anteile platzen zu lassen. Davon hat er Abstand genommen. Angst vor der Volksabstimmung hat er trotzdem nicht: „Die SPÖ muss erst circa 800 Parndorfern erklären, wo sie die Million Euro mehr herbekommt. Ganz Parndorf sucht die Million, ganz intensiv. Jetzt hat sie der Weihnachtsmann schon nicht gebracht, vielleicht bringt sie ja der Osterhase“, meint Kovacs.

Auch ÖVP-Gemeindevorstand Gerhard Umathum vermisst Konkretes vonseiten der SPÖ: „Die haben bis heute keinen Vertrag über das gleiche Areal und für 23 Windräder vorgelegt. Wenn sie das tun, unterschreibe ich die Volksabstimmung sofort.“ Im Gegenteil: Es sei nie die Rede davon gewesen, dass eine Firma mehr zahlen soll. Die ÖVP hingegen habe den Vertrag mit „Im Wind“ verbessert, weil sie auf eine fehlende Indexanpassung hingewiesen habe. „Uns ist aufgefallen, dass der Vertrag zwar 2011 abgeschlossen werden sollte, die erste Zahlung aber erst 2012 oder 2015 fällig wäre. Das hat Parndorf konkret 300.000 Euro gebracht“, erklärt Umathum.

Bis 22. Jänner hat die SPÖ noch Zeit, die nötigen Unterschriften (20 Prozent der wahlberechtigten Parndorfer, Anmerkung der Redaktion) zu sammeln. „Wir erfahren grundsätzlich positive Resonanz, denn wir haben ja nichts zu verschenken“, zeigt sich SP-Ortsparteiobmann Veit Maszl zuversichtlich.

Bezüglich der zusätzlichen Million Euro hält sich Maszl bedeckt und will nur so viel sagen: „Es ist ein Treffen mit „Im Wind“ geplant, sollte die Firma nicht mehr interessiert sein - die Umwidmung des Gebiets durch die Landesregierung ist ja schon in vollem Gange - gibt es sicher genug andere Interessenten.“