Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:22

von NÖN Redaktion

Surf Worldcup: Kein Partygelände. Pläne für 2017: SP-Vizebürgermeister Franz Steiner will statt Partyzelten Konzentration auf Tagesbereich bis 23 Uhr.

 |  NOEN, ZVG
Die Diskussion um die Zukunft des Surf Worldcups in der Seewinkelgemeinde ist um eine Idee reicher.

„Worldcup soll ohne Partys am Abend auskommen“

Vizebürgermeister Franz Steiner (SPÖ) möchte das Partygelände für den Abend während der Veranstaltung abschaffen: „Der Surf Worldcup 2017 soll, so wie das in Sylt bereits praktiziert wird, ohne Partys am Abend auskommen. Bis 23 Uhr könnte der Tagesbereich im Seebad in Betrieb sein. Wenn man auf die Party verzichtet, wäre das auch für die heimischen Betriebe nachhaltiger.“

Steiner glaubt, dass die Besucher dann ohnehin nicht heimfahren würden, sondern dass dann die Podersdorfer Lokale etwas davon haben würden.

Laut dem Vizebürgermeister sollten sich die Veranstalter ab 2017 in Podersdorf auf den sportlichen Wettbewerb konzentrieren. „Podersdorf steht für den Kite- und Surf-Sport, also sollten wir das auch präsentieren. Was die Leute am meisten aufregt, ist der Lärm bis vier Uhr früh, das hat unsere Umfrage, die wir 2012 durchgeführt haben, klar gezeigt“, erklärt Steiner.

„Ruf als Trend- und Wassersportgemeinde aufgebaut“

Bei der am Mittwoch stattfindenden Tourismusvorstandssitzung werden laut Steiner die Veranstalter dabei sein, um ein neues Konzept präsentieren zu können. „Der Surf Worldcup gehört nach Podersdorf und nirgendwo anders hin“, betont Steiner, der als Vorstandsmitglied im Tourismusverband ebenfalls über die Zukunft des Events mitentscheidet.

Tourismusvorstand Josef Lentsch, „Gasthaus Zur Dankbarkeit“ ist sich der Bedeutung des Surf Worldcups bewusst: „Die Veranstaltung ist schon wichtig für den Ort. Dadurch hat sich Podersdorf einen Ruf als Trend- und Wassersportgemeinde aufgebaut. Die Gastronomie- und Tourismusbetriebe profitieren davon.“ Er sei für die Veranstaltung, aber nicht unter den jetzigen Rahmenbedingungen, schränkt Lentsch ein.

Für Seewirt Andreas Karner hat Podersdorf durch seine Lage und Atmosphäre ein Alleinstellungsmerkmal am See: „Wir müssen langfristig denken und den Leuten erklären, was uns die Veranstaltung bringt. Man muss sich bemühen, einen möglichst verträglichen Konsens finden. Sollte das nicht gelingen, muss es noch heuer für 2017 einen Plan und ein Konzept mit mindestens genauso guten Alternativen geben“, so Karner.

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Zitiert: „Kurort wollen wir nicht werden“

„Der Surf Worldcup ist eine Belebung, weil sich zu dieser Zeit sonst gar nichts tut. Es wäre ewig schade, so etwas aus der Hand zu geben.“
Karin Harand, Pächterin „Sunset Bar“

„Wir sind beim Surf World Cup durch unsere Lage sehr involviert. Die letzten Jahre hat es super funktioniert, und ich bin sehr interessiert, dass Surf Worldcup erhalten bleibt.“
Johnny Weinhandl, Pizzeria Weinhandl

„Es muss für jeden passen. Die Ortsbevölkerung muss in die Entscheidung miteinbezogen werden, denn sie muss es mittragen. Es sollte möglichst breit diskutiert werden. Podersdorf heißt für mich Strandleben genießen. Dass junge Leute kommen, ist extrem wichtig. Ein Kurort wollen wir nicht werden.“
Seewirt Andreas Karner