Erstellt am 06. Oktober 2011, 14:59

Surfer nach Stunden aus Seenot gerettet. Nach mehreren Stunden in Seenot ist am Mittwoch am Neusiedler See ein 70-jähriger Surfer aus Wien von Polizisten geborgen worden. Der Mann war gegen 10.30 Uhr beim Strandbad in Weiden am See mit seinem Surfbrett gestartet.

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Als nach der vereinbarten Rückkehrzeit bereits mehr als zwei Stunden verstrichen waren, verständigte seine Lebensgefährtin die Polizei. Gegen 15.20 Uhr barg die Besatzung eines Polizeibootes den Wiener, der aus eigener Kraft den Schilfgürtel erreicht hatte, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Donnerstag.

   Der 70-Jährig schilderte nach seiner Rettung, er habe einen Krampf bekommen und sei ins Wasser gestürzt. Er konnte das Brett nicht mehr festhalten, das daraufhin von ihm wegtrieb. Zwei bis drei Stunden habe er sich zwischen Weiden und Podersdorf durch den See bis zum Schilfgürtel gekämpft. Der Trockenanzug, den der Surfer trug, verhinderte dabei eine Unterkühlung.

   Nach der Meldung der Lebensgefährtin machten sich Polizeiboote aus Neusiedl und Podersdorf auf die Suche nach dem Vermissten. Zu der Zeit herrschte Nordwestwind mit fünf Beaufort (28 bis 38 km/h). Beinahe gleichzeitig entdeckten laut Sicherheitsdirektion beide Streifen zuerst das Surfbrett und nach einigen Minuten am Rand des Schilfgürtels auch den erschöpften Wiener.

   Der 70-Jährige habe schon selbst nicht mehr an seine Rettung geglaubt. Er wurde zum Strandbad nach Weiden zurückgebracht, wo ihn seine Lebensgefährtin erwartete.