Tadten

Erstellt am 26. Oktober 2016, 04:46

von Birgit Böhm-Ritter

Bürgermeister-Rücktritt: Mit Jahresende ist Schluss. Johann Maar (SPÖ) tritt als Bürgermeister der Gemeinde Tadten vorzeitig ab. Ihm folgt Robert Csukker nach.

Johann Maar (SPÖ) ist seit Mai 2002 Bürgermeister in Tadten. Ende des Jahres verabschiedet er sich aus der Politik.  |  Archiv

Was die Spatzen schon von den Dächern zwitscherten, ist seit der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag offiziell: Johann Maar legt das Amt des Bürgermeisters noch vor der Gemeinderatswahl im Herbst 2017 zurück. Bis Ende dieses Jahres fungiert er noch als Ortschef. Mit Jahreswechsel übergibt er an Robert Csukker, dem SPÖ-Ortsparteiobmann und Gemeindekassier.

Die Entscheidung zum Rücktritt hat Maar gemeinsam mit seiner Familie getroffen. Nach über 14 Jahren im Amt freut er sich auf mehr Freizeit: „Auf Zeit, in der man wirklich abschalten kann. Als Bürgermeister ist man nämlich immer im Dienst“, erklärt Maar, der parallel zur Arbeit als Tadtender Ortschef immer eine volle Lehrverpflichtung an der NMS Andau innehatte.

„Highlight: Tadtener Chronik“

Seit 1982 ist Maar im Tadtener Gemeinderat aktiv. „Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Dass mein Weg in die SPÖ führt, war daher vorgezeichnet“, blickt er auf den Beginn seiner politischen Karriere zurück. 2002 hat er die Funktion des Bürgermeisters von seinem Vorgänger Johann Scheuer übernommen - ebenfalls fünf Monate vor der Wahl. In der ersten seiner drei Amtsperioden arbeitete er als „Minderheitenbürgermeister“: „Die Opposition hatte damals noch mehr Mandate als die SPÖ. Eine mühsame Zeit, in der aber trotzdem viel weiter gegangen ist“, erinnert sich Maar.

Der 61 Jährige beschreibt seine Jahre als Ortschef als „insgesamt tolle Zeit“, ein besonderes Highlight sei aber die Mitarbeit an der Tadtener Chronik gewesen, die 2006 zum 650. Bestandsjubiläum der Gemeinde erschienen sei.

Auf die Frage, welchen Tipp er seinen Nachfolger geben könne, antwortet Maar bestimmt: „Ehrlich und geradlinig bleiben und immer transparent für die Bevölkerung handeln.“ Als Bürgermeister könne man es nie jedem recht machen, deshalb sei es wichtig, seiner Linie treu zu bleiben.