Tadten

Erstellt am 14. September 2016, 06:28

von Paul Haider

„Emanzen“ schreiben anonyme Briefe. In Tadten werden an Dorfbewohner Briefe verschickt, die laut Amtsleiter Wolfgang Leeb Verleumdungen enthalten.

Seltsam. Die von Unbekannten verschickten Briefe sind handschriftlich verfasst. „Relativ einfach aufzudecken“, meint Tadtens Gemeindeamtsleiter. Foto: zVg  |  zVg

In Tadten werden derzeit eigenartige Briefe versendet. Die Absender bezeichnen sich als „3 wochsame Emanzen“ und erheben in ihren Schriftstücken verschiedenste Anschuldigungen gegen die Adressaten.

Der Leiter des Tadtener Gemeindeamtes, Wolfgang Leeb, wurde selbst zum Opfer der „3 wochsamen Emanzen“ und gibt im BVZ-Gespräch Auskunft über den Inhalt der seltsamen Briefe: „Es werden Unwahrheiten und Verleumdungen verbreitet, es werden Beobachtungen geschlidert, die nicht stattgefunden haben und die nicht den Tatsachen entsprechen.“

„Engagierte Tadtener“ als Opfer

Opfer der Briefe seien laut Leeb Personen, die gesellschaftliche Ereignisse in Tadten mitgestalten. „Traurig genug, dass engagierte Tadtener, die in ihrer Freizeit gerne für das Dorfleben aktiv sind, auch noch verleumdet werden“, ärgert sich Wolfgang Leeb.

Zum ersten Mal sei ein derartiger Brief im Mai dieses Jahres aufgetaucht. Er selbst wisse von drei Briefen, so der Amtsleiter.

Mit seinem Schritt an die Öffentlichkeit hofft Wolfgang Leeb, dem Treiben der selbst ernannten „Emanzen“ ein Ende zu bereiten. Sollte noch ein weiterer Brief auftauchen, will er das an ihn adressierte Schriftstück der Polizei übergeben. „Da die Briefe handschriftlich sind und sich eine „Emanze“ als Bekannte einer Familie eines Opfers geoutet hat, ist es relativ einfach, die „3 wochsamen Emanzen“ aufzudecken“, meint Wolfgang Leeb.