Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

Therme schadet nicht. HALLENBAD / Die befürchtete Konkurrenzsituation zur Seewinkeltherme ist ausgeblieben. Neue Öffnungszeiten wirken positiv.

Badeschluss. Bademeister Hannes Stranz und Stadtrat Stefan Kast beim Rundgang kurz vor der zweiwöchigen Schließung im Hallenbad am vergangenen Sonntag.PIA REITER  |  NOEN
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NEUSIEL AM SEE / Die St. Martins Therme hat dem Neusiedler Hallenbad nicht geschadet: der von vielen prognostizierte Gästerückgang von 20 bis 25 Prozent ist laut dem zuständigen Stadtrat Stefan Kast ausgeblieben, obwohl noch keine genauen Zahlen vorliegen: „Es schaut nicht so schlecht aus. Die Gäste sind sicher nicht weniger geworden.“

Vor allem die geänderten Öffnungszeiten - Montag ist wieder offen und von acht bis neun Uhr Früh ist nur für Längenschwimmer, nicht für Schulklassen, geöffnet. Auch habe er schon von vielen Gästen gehört, dass sie auf das Neusiedler Hallenbad ausweichen würden, wenn die Therme in Lutzmannsburg überfüllt sei, erklärt Kast weiter.

Obwohl der Badebetrieb jetzt für zwei Wochen eingestellt ist, wird sowohl im Hallenbad als auch hinter den Kulissen weiter gearbeitet. Derzeit sind die Freizeitbetriebe auf der Suche nach einem neuen Pächter des Hallenbadrestaurants (die BVZ berichtete). Die Bewerbungsfrist läuft noch, Interessenten gibt es laut Kast bereits einige: „In der Beiratssitzung vor Weihnachten wollen wir eine Entscheidung über den zukünftigen Pächter fällen.“

Finanzlage des Hallenbads  wird ebenfalls renoviert

Bademeister Hannes Stranz hat ebenfalls viel zu tun: „Das Wasser wird ausgelassen, Reparaturen an der Beleuchtung durchgeführt, das Becken gereinigt und desinfiziert und wieder mit neuem Wasser gefüllt.“

Die Freizeitbetriebe mit Geschäftsführer Hermann Keglovits und Stadtrat Stefan Kast arbeiten auch an einer Verbesserung der Finanzlage. Die Einsparungen würden anfangen zu greifen, sagt Kast: „Wir haben Positionen im Personalbereich nicht nachbesetzt und vorhandene Ressourcen besser eingeteilt. Bisher hat das Hallenbad der Stadt 600.000 Euro gekostet. Das wollen wir ändern, damit es für die Neusiedler wieder leistbar wird.“