Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Toilette als Streitthema. KOSTEN ZU HOCH? / Erich Stekovics (NESt) findet die renovierte WC-Anlage neben der Basilika alles andere als schön.

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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

FRAUENKIRCHEN / Der erste Arbeitsbericht der Namensliste Stekovics (NESt) in diesem Jahr sorgt für Aufregung. Dieses Mal geht es um die Renovierung der öffentlichen WC-Anlage neben der Basilika. Für Erich Stekovics, Stadtrat von NESt, schlichtweg ein Skandal. „36.000 Euro kostet dieses Klo, das man so nicht einmal im tiefsten Usbekistan finden würde. 7.910,61 Euro wurden für stinknormale weiße Fliesen ausgegeben. Die Krönung ist aber die Weiterverwendung der gebrauchten Klomuscheln, Pissoirs und rostenden Armaturen“, so Stekovics

SPÖ-Ortschef Josef Ziniel bezeichnete die Ausführungen seines Konkurrenten als „krasse Polemik“, denn: „Stekovics versteht es, Dinge viel gravierender zu beschreiben, als sie tatsächlich sind.“ Seinen Erklärungen zufolge hätten Umbauarbeiten der WC-Anlage, noch dazu in einem Denkmal geschützten Objekt, die Kosten in die Höhe getrieben. „Um die Toilette behindertengerecht zu machen, wurden neue Wände eingezogen. Dazu wurden Rohre verlegt und vieles mehr“, so Ziniel, der die Weiterverwendung der alten Pissoirs als etwas Positives beschreibt: „Diese sind in Ordnung, also warum sollten wir neue anschaffen?“ Für Stekovics stünde die neue WC-Anlage in krassem Gegensatz zum renovierten Kalvarienberg, der am Freitag feierlich eröffnet wurde: „Mit diesem Klo können wir Frauenkirchner uns nur blamieren.“ Ziniel sieht das anders: „Ich denke, dass wir mit dieser WC-Anlage unseren Besuchern, vor allem den vielen Radfahrern, die zur Basilika kommen, etwas Gutes tun.“ Des weiteren stellte Ziniel klar, dass „85 Prozent der Kosten von der EU gefördert werden.“ Darin inkludiert: eine Radservicestation und eine Gratisaufladestation für Elektrobikes, welche bereits an der Volksschule, nebst der besagten WC-Anlage aufgestellt wurden. Stekovics: „Das zeigt Ziniels politische Weite, wenn die EU für dieses WC zahlen soll.“