Erstellt am 14. August 2013, 00:00

Tomatenernte: „Hitze ist zu extrem“. Großer Schaden /  Gemüsebauern müssen Ernteausfälle hinnehmen. Tomatenkaiser Erich Stekovics aber mit Ertrag zufrieden.

Rekordernte. Gerade durch die hohen Temperaturen kann Erich Stekovics schon jetzt auf eine erfolgreiche Ernte zurückblicken.  |  NOEN
von Christoph Weisz

Großer Schaden / Obwohl diverse Gemüsesorten, wie eben die Paradeiser, von hohen Temperaturen profitieren, zeigt sich Josef Peck, Geschäftsführer „Seewinkler Sonnengemüse“, von den jetzigen Temperaturen nicht begeistert: „Die Hitze ist schon zu extrem. Bei Temperaturen über 35 Grad bleiben die Pflanzen im Glashaus stehen und werden auch nicht reif.“ So mussten auch die Gemüsebauern Ernteausfälle hinnehmen.

Auch die Firma Perlinger Gemüse musste durch die enorme Hitze Schäden bei ihrem Gemüse feststellen. „Die Pflanzen in den Folientunneln schaffen es bei dieser Hitze nicht genügend Wasser aufzunehmen.“ sagt Werner Perlinger.

Ernte 2013: 14 Sorten angebaut 

Anlässlich des „Tages der Paradeiser“ am 8. August präsentierten die Gemüsebauern aus dem Seewinkel ihre Ernte.

Heuer wurde vonseiten der Gemüsebauern des „Seewinkler Sonnengemüse“ versucht 14 verschiedene Sorten wieder zu kultivieren, um dem Konsumenten mehr Vielfalt zu bieten.

„Paradeiserkaiser“ Erich Stekovics kann jedoch von einer Rekordernte sprechen: „Die Tomate kommt ursprünglich aus Südamerika, das heißt, sie liebt das trockene heiße Wetter.“

EU-Saatgutverordnung stößt auf Widerstand 

Nicht nur das Wetter ist den Bauern ein Dorn im Auge. Die von der EU beschlossene Saatgutverordnung bereitet so manchem Gemüsebauern Kopfzerbrechen. „Die Regelung der EU könnte das Ende meines Betriebs bedeuten“, meint Erich Stekovics und verweist auf sehr hohe Gebühren für die Registrierung.

Andere Gemüsebauern betrifft diese Regelung nicht so stark. „Die Sorten, die wir anbauen, sind davon nicht betroffen. Wir haben immer noch eine große Sortenvielfalt und unser Gemüse ist bereits registriert. Wir haben mit dieser Regelung kein Problem.“ sagt Josef Peck.

2016 soll die Verordung in Kraft treten. Dann wird sich zeigen, welche Auswirkungen das auf die heimischen Bauern hat.