Erstellt am 26. Januar 2011, 00:00

Tourismus-Projekt für 24 Millionen geplant. TRENDSPORTZENTRUM / Ein Vier-Sterne-Hotel mit 200 Betten und ein Kompetenzzentrum für Wassersport sollen entstehen.

Trendsportzentrum. Das ist nur der Arbeitstitel, auf dem Areal des Nordstrandes ist geplant, neben einem 200 Betten-Hotel ein Kompetenzzentrum in Sachen Sport mit medizinischer Betreuung zu bauen.ZVG  |  NOEN
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VON PIA REITER

PODERSDORF AM SEE / Die Tourismusgemeinde Podersdorf am See stellt die Weichen für die Zukunft. Im Bereich des jetzigen Nordstrandes soll ein Großprojekt verwirklicht werden, das 24 Millionen Euro kosten soll. Auf einem Areal von 35.000 bis 40.000 Quadratmetern sollen unter anderem ein Vier Sterne Hotel mit 200 Betten, eine „Robby-Nash-Kitesurf-Academy“ und Möglichkeiten für sportmedizinische Betreuung gebaut werden. „Trendsportzentrum ist nur der Arbeitstitel, gemeint ist ein Kompetenzzentrum in Sachen Sport, das ein umfassendes Angebot, nämlich Wassersportprogramm auf hohem Niveau, bietet“, berichtet Walter Gisch, Geschäftsführer von Podersdorf Tourismus. In der sportmedizinischen Betreuung will man sich nicht nur auf das Element Wasser konzentrieren, auch Radfahrer oder Läufer können im Zentrum Tests machen oder bekommen Trainingspläne zum Beispiel für einen Triathlon erstellt. Der Spa-Bereich im Hotel soll auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Darüber hinaus ist ein Schwimmbecken geplant, wo eine Welle mit technischen Hilfsmitteln erzeugt werden kann. „Somit wären wir unabhängig von Wind und Wetter, was vor allem bei Sportwochen von Schulen wichtig ist“, ergänzt Gisch. Zusätzlich sollen 500 Sitzplätze unter Dach entstehen, was laut Podersdorfs Tourismuschef vor allem bei großen Firmenveranstaltungen von Vorteil ist. Außerdem sind neben dem Hotel Shops und kleine Bars vorgesehen.

Projektentwickler Martin Egger arbeitet mit einem Team an dem Großprojekt, laut Bürgermeister Andreas Steiner wurde es bereits bei den zuständigen Förderstellen eingereicht. „Die Investoren müssen eine Eigenkapitalquote von 30 Prozent erfüllen, um Förderungen lukrieren zu können. Die Gemeinde stellt das Grundstück mit Baurechtszins zur Verfügung, Geld investieren wir aber nicht“, betont Steiner. Der dafür notwendige Optionsvertrag wurde bereits einstimmig im Gemeinderat beschlossen. „Jetzt gehen die Behördenwege los. Das ist noch keine gemähte Wiese, aber ein sinnvolles Projekt, wenn es umgesetzt wird“, meint der Bürgermeister. Eines sei für Podersdorf aber von großer Bedeutung, betont Steiner: „Wir sind Tourismus- und Nationalparkgemeinde und gehören zum Unesco Welterbe, deshalb müssen alle Auflagen eingehalten werden.Im Vorfeld wurde genau definiert, was Podersdorf will.“ Denn bereits seit einigen Jahren wird in der Tourismusgemeinde darüber nachgedacht, wie man ein zusätzliches Angebot schafft, das aber keine Konkurrenz für das bisherige Angebot darstellt. „Das ist eine gute Ergänzung, wo auch andere kleinere Betriebe der Gastronomie davon profitieren werden“, ist Steiner überzeugt.