Erstellt am 28. Januar 2015, 10:41

von NÖN Redaktion

NTG stellt sich neu auf. Neue Strukturen nötig, Lösung mit Gemeinden wird erarbeitet, Pamhagen und Frauenkirchen steigen aus.

Weichen werden gestellt. Das neue Tourismusgesetz bringt für NTG-Geschäftsführerin Michaela Puser auch eine Strukturänderung mit sich.  |  NOEN, zVg

„Wir haben das neue Tourismusgesetz zum Anlass genommen, uns neu aufzustellen und im August 2014 mit dem Prozess gestartet“, erklärt NTG-Geschäftsführerin Michaela Puser. Die Neusiedler See Tourismusgesellschaft zählt derzeit 26 Mitgliedsgemeinden (Gesellschafter). Gesellschafter sind 25 Tourismusverbände und ein Regionalverband. Noch: Denn Pamhagen hat bereits angekündigt, ab 2016 aussteigen zu wollen. „Auch Frauenkirchen hat den Vertrag aufgekündigt“, bestätigt Puser bisherige Gerüchte.

Frauenkirchens Tourismusobmann Sepp Sailer setzt in seiner Stadt auf die Basilika und die St. Martins-Therme. Er blickt mit Spannung in die Zukunft: „Wir warten, was Neues auf uns zu kommt. Wir wollen in einem Regionalverband integriert sein. Welcher das sein kann, wird man noch sehen“, gibt er sich geheimnisvoll.

"Dabei, Lösungen zu erarbeiten"

Wichtig sind die neue Ausrichtung und das Schaffen neuer Strukturen auch, weil durch das neue Tourismusgesetz 15 Tourismusverbände bestehen bleiben können, denn sie erfüllen das Kriterium von mindestens 20.000 Nächtigungen pro Jahr. Elf erfüllen diese Bedingung nicht. „Wir sind dabei, mit diesen Gemeinden Lösungen und Vorschläge zu erarbeiten“, sagt Puser.

Lösungen für die elf betroffenen Gemeinden könnten sein: der Zusammenschluss mit einem Verband, der mehr als 20.000 Nächtigungen hat. Das heißt: Apetlon könnte sich zum Beispiel an Illmitz anschließen, sowie auch Wallern und Tadten. Auch von Jois bis Donnerskirchen wäre das möglich: Jois und Purbach haben jeweils die notwendigen Nächtigungen und könnten sich mit Breitenbrunn, Donnerskirchen und Winden am See zusammentun. Bis 30. Juni ist von den Gesellschaftern eine Willensbekundung nötig, dass sie vom alten in den neuen Tourismusverband übertreten, ab 1.1. 2016 gilt dann auch die Mittelverteilung, hier ist 2015 noch nach dem alten Gesetz geregelt: „Das Budget für heuer ist klar“, betont Puser.