Erstellt am 06. April 2016, 10:51

von Pia Reiter

Tüftler Kettner: Geht nicht, gibt's nicht. Erich Kettner bastelt Adapter, damit Naturbeobachter mittels Handy durch ein Spektiv Tier- und Pflanzenwelt fotografieren können.

Erfindergeist. Erich Kettner bastelt in seiner Werkstatt an Smartphone-Adaptern.  |  NOEN, zVg

Erich Kettner, seit mehr als 30 Jahren als Optiker tätig, ist unter Vogelkundlern und Naturbeobachtern,
egal ob Laie oder Profi, ein Geheimtipp.

Der Fachbegriff Digiscoping bezeichnet das Fotografieren durch ein Spektiv oder Fernglas. Ursprünglich für Digitalkameras entwickelt, gibt es nun auch eine immer größere Nachfrage nach Adaptern für das Fotografieren mit dem eigenen Handy, das man bei einem Ausflug in der Natur ohnehin dabei hat. „Das ist auch für Laien interessant, nicht nur für professionelle Ornithologen, die teure Ausrüstung besitzen“, betont Kettner.

„Das bietet sonst keiner an"

Für alle, die kein iPhone besitzen, war es aber bisher nicht möglich, das Smartphone mittels Adapter auf dem Spektiv zu befestigen und damit Fotos zu schießen. „Weil aber immer mehr Leute mit Handys in das Geschäft gekommen sind, aber Adapter serienmäßig nur für zwei Smartphones vorhanden waren, habe ich angefangen zu tüfteln, weil ich mir gedacht habe, das muss auch für andere Modelle möglich sein. Geht nicht, gibt‘s bei mir nicht“, erklärt Kettner.

Der Bastler, der auch für den bekannten Ornothologen Leander Khil einen Adapter entwickelt hat, ist überzeugt: „Das bietet sonst keiner an. Die Nachfrage wird immer größer, weil die Leute sehr an der Natur interessiert sind, Tiere von weitem zu fotografieren, der Naturschutz dabei aber im Vordergrund steht und deshalb die Fluchtdistanz der Tiere nicht unterschreiten.“

Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, vor Ort bei der Bird Experience in Illmitz oder im Geschäft bei Alschinger United Optics in der Franziskanerstraße 17 in Frauenkirchen zu informieren, die Geräte zu testen und sich ein Bild davon zu machen.