Erstellt am 28. Mai 2014, 10:49

von Nicole Thüringer

Uneinig über Schilf. Weiden am See / Uneinig sind sich Grüne und ÖVP über die weitere Vorgehensweise für die Schilffläche zwischen Feriensiedlung und Seepark.

Schilfgebiet. Zwischen der Feriensiedlung und dem Seepark sollen Wochenendhäuser entstehen. Im Gegensatz zur ÖVP blicken die Grünen und Unabhängigen dem Projekt kritisch entgegen. Foto: Nicole Thüringer  |  NOEN, Nicole Thüringer
Für Unruhe sorgte das Thema rund um die Zukunft der Schilffläche zwischen Feriensiedlung und Seepark. Denn in dem Schilfgebiet sollen zukünftig Feriensiedlungen entstehen.

ÖVP beschließt eine Optionsvereinbarung

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung vom 25. März beschloss die ÖVP-Fraktion eine Optionsvereinbarung, welche ein Vorkaufsrecht für Martin Pfundner, beinhalte. Den Grünen und Unabhängigen gefällt das weniger. So kritisieren sie die Verbauung mit hochpreisigen Wochenendhäusern und den niedrigen Verkaufspreisen für die Grundstücksflächen.

„Bereits 2010 sollte eine Umwidmung stattfinden, diese wurde jedoch durch eine Bürgerinitiative und einem negativen Bescheid der Burgenländischen Landesregierung verhindert“, erzählt der Grüne Andreas Rohatsch. Bürgermeister Willi Schwartz entgegnet: „Das stimmt nicht. Die Umwidmung 2010 wurde von der Gemeinde zurückgezogen. Künftig sollen alle vom Projekt profitieren, aber die Grünen verbreiten falsche Tatsachen.“

„Die Gemeinde hat nichts zu verschenken. Aufgrund der Gesetze und Richtlinien, stehen die Flächen für die Errichtung von Feriensiedlungen nicht zur Verfügung. Die gesetzliche Lage ist eindeutig“, so Rohatsch. Abschließend erwähnt der Ortschef: „Die Grünen Mandatare wohnen doch selbst im Schilfgebiet. Wie erklären Sie das?“


Information:

Natura 2000 ist die Bezeichnung für ein Netz von Schutzgebieten, das innerhalb der Europäischen Union errichtet wird. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. Das Natura-2000-Netzwerk umfasste 2010 schon etwa 18 % der Landfläche der Europäischen Union.