Erstellt am 11. April 2012, 00:00

Unerlaubte Arbeiten in Au?. ANZEIGE / Gattendorfer beobachtete Arbeiten im unregulierten Teil der Leitha. Naturschutzbehörde überprüft den Fall nun.

Arbeit mit Motorsägen. Dröscher schoss vor Ort Fotos. ZVG  |  NOEN
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LEITHAAUEN / Erneut wandte sich Herbert Dröscher aus Gattendorf an die BVZ und ortete Gefahr für Tier-und Pflanzenwelt in der „Leithaaauen“- Region. Erst im Dezember fanden im unregulierten Teil der Leitha zwischen Potzneusiedl und Gattendorf Arbeiten mit einem Kettenbagger statt, Finanzierung und Auftraggeber sind bis heute ungeklärt (die BVZ berichtete). Ebenso gestaltet sich die Sachlage im neuesten Fall: Am 29. März beobachtete Dröscher Unbekannte, die seinen Aussagen nach im besagten Teil der Leitha mit Motorsägen arbeiteten, Bäume und Sträucher schnitten und Totholz aus der Leitha entfernten - diesmal rief er jedoch die Polizei und erstattete Anzeige.

Anzeige an Naturschutz-  behörde: Überprüfung läuft

Die Polizeiinspektion Gattendorf nahm die Anzeige auf, wie man auf Anfrage der BVZ bestätigt. Ljuba Sinovatz, Referatsleiterin für Natur- und Umweltschutz der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See, bestätigt am Dienstag gegenüber der BVZ, dass die Anzeige auf der Bezirkshauptmannschaft vorliegt: „Es wird nun erhoben und überprüft, ob dem Gesetz nach Missstände herrschen und Maßnahmen gesetzt werden müssen.“ Anton Koo, Referatsleiter für Natur- und Landschaftspflege der burgenländischen Landesregierung, erklärt diesbezüglich: „Das Entfernen von Ufergehölz ist nur bis ersten März genehmigt, im Frühling und Sommer ist dies verboten. Genau dieser Tatbestand wurde angezeigt. Was unser Referat betrifft, so möchte ich künftig verstärkt darauf achten, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Hauptamtliche Naturschutzorgane sollen angehalten werden, verstärkt darauf zu achten.“

Herbert Dröscher vermutet: „Die Arbeiten im Dezember 2011 mit Kettenbaggern und das jetzt durchgeführte Schneiden von Fahrtrinnen stehen in unmittelbaren Zusammenhang.“ Dass aber der Regionalverband „Leithaauen“ damit in Verbindung stehen könnte, weißt Geschäftsführerin Eva Nikolaou entschieden zurück: „Wir haben damit definitiv nichts zu tun. Wir tun alles, um die Natur zu schützen. Es gab erst eine Sitzung auf der Bezirkshauptmannschaft, in der wir unsere Projekte noch einmal komplett offen gelegt haben und alle Vorwürfe entkräftet haben. All unsere Arbeiten sind behördlich geregelt und angemeldet.“