Erstellt am 14. Dezember 2011, 00:00

Unternehmer: Nächstes Jahr geschlossen?. EINKAUFEN AM FEIERTAG / Neusiedls Geschäftsleute sind über das Aufsperren am 8. Dezember geteilter Meinung.

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VON PIA REITER

NEUSIEDL AM SEE / “Bei uns entscheidet das die Zentrale, ob am 8. Dezember aufgesperrt wird oder nicht“, sagt Franz Schneider, Filialleiter der Firma Forstinger, die seit Kurzem ihr neues Geschäft im Pannonia Shopping Park bezogen hat. Heuer habe man es das erste Mal seit ein paar Jahren wieder probiert und sei mit dem Umsatz überaus zufrieden, und das nicht nur am Feiertag, so Schneider.

Ähnliches weiß auch Juwelier Hans Joachim Pinter zu berichten. Sein Geschäft in der Neusiedler Hauptstraße war am vergangenen Donnerstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet: „Am Vormittag und Nachmittag war einiges los, auch wenn es zu Mittag etwas ruhiger war. Die Kundenfrequenz geht immer mehr an die Einkaufszentren verloren. Das ist ein Trend, der sich in den letzten Jahren immer mehr durchsetzt.“

Pinter zeigt sich mit dem Umsatz jedoch äußerst zufrieden: „Wir sind positiv unterwegs.“ Er werde nächstes Jahr sicher wieder am Feiertag sein Geschäft in Neusiedl öffnen, sagt der Unternehmer.

Ganz andere Erfahrungen hat Ulli Lang gemacht: Das Schuhhaus in der Innenstadt hat seit dem Vorjahr am 8. Dezember geschlossen. „Ich bin gemütlich in die Kirche gegangen. Wir hatten 15 Jahre lang am Feiertag offen, doch das Geschäft ist immer weniger geworden. Nun haben wir am 7. Dezember länger - bis 20 Uhr - geöffnet. Das zahlt sich aus.“ Lang ist in der Diskussion vor allem eine klare Linie wichtig: „Es muss konsequent offen oder geschlossen sein, nicht ein Jahr so, das nächste Jahr wieder anders“, betont sie.

Umsatzmäßig große  Bedeutung für den Handel

 

Laut Wirtschaftskammer Regionalstellenleiter Harald Pokorny ist der 8. Dezember zu einem beliebten Einkaufstag geworden: „Die Umsätze sind vergleichbar mit einem „vollwertigen“ Weihnachtseinkaufssamstag und der frühere Kaufkraftabfluss konnte gestoppt werden, wir rechnen eher mit einem Zustrom von ungarischen Konsumenten“, sagt Pokorny.

1995 wurde das erste Mal am Feiertag aufgesperrt, und so ein zusätzlicher Einkaufstag vor Weihnachten geschaffen.