Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Urteil ist rechtskräftig: Aus für „Prachthasen“. OBERSTER GERICHTSHOF / Im Rechtsstreit zwischen „Lindt & Sprüngli“ und „Hauswirth“ zog die Kittseer Firma den Kürzeren.

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KITTSEE / Im mittlerweile seit 2004 andauernden Rechtsstreit der Schweizer Firma „Lindt & Sprüngli“ und dem Kittseer Schokoladehersteller „Hauswirth“ ist nun ein rechtskräftiges Urteil ergangen: Der Oberste Gerichtshof entschied, dass die Firma „Hauswirth“ den „Prachthasen“ in der jetzigen Form künftig nicht mehr produzieren und verkaufen darf. Auf die Kittseer Firma kommen nun Verfahrenskosten der Gegenseite von rund 56.000 Euro zu.

Hauswirth: „Urteil ist für mich nicht nachvollziehbar“

Ob es künftig ein neues Design besagter „Hauswirth“- Schokohasen geben wird, ist noch nicht entschieden: „Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Es ist genau festgeschrieben, was man nicht darf, aber was man darf, steht nirgends“, erklärt Roman Hauswirth. Dem Urteil zufolge darf die Firma „Hauswirth“ den Schokoladehasen, der in Goldfolie gewickelt und mit einer rot-weiß-roten Schleife versehen ist, künftig weder produzieren noch vertrieben werden. Bereits das Oberlandesgericht Wien entschied, dass beim Kittseer „Prachthasen“ Verwechslungsgefahr mit dem „Goldhasen“ der Firma „Lindt & Sprüngli“ besteht. Roman Hauswirth zum nun rechtskräftigen Urteil: „Wir sind nur zweite Sieger. Für mich ist das Urteil nicht nachvollziehbar, aber eine unangenehme Entscheidung ist besser als keine. Natürlich trifft uns das Urteil, aber wir werden weiterhin nach vorne schauen.“

Auf die Kittseer Firma kommen nun Verfahrenskosten der Gegenseite in der Höhe von etwa 56.000 Euro zu. Außerdem erwartet „Hauswirth“ entweder Schadensersatzforderungen oder die Nachzahlung von Lizenzgebühren. „Was genau gefordert wird, ist noch nicht klar und wird erst in nächster Zeit entschieden werden. Wir hoffen aber, dass die Zahlungen gering ausfallen werden,“ so Hauswirth.