Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Vandalen geschnappt. 17 STRAFTATEN / Vier Burschen und drei Mädchen (im Alter von 13 bis 18 Jahren) wurden überführt. Schaden: 4.700 Euro.

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FRAUENKIRCHEN / Durch die gesamte Stadt Frauenkirchen zog sich die Spur der Verwüstung: zahlreiche Straßenlaternen, Lampen der Weihnachtsbeleuchtung, Fensterscheiben, eine Einfriedungsmauer, Blumentöpfe, einen Versorgungsautomaten und einen Feuerlöscher haben die Jugendlichen zerstört. Des Weiteren besprühten sie großflächig die Außenmauer des Spar-Supermarktes. Die Vorfälle ereigneten sich in einem Zeitraum von Sommer 2010 bis Februar 2011.

Doch nun gelang es den Beamten der Polizeiinspektion Frauenkirchen insgesamt sieben Teenager – vier Burschen und drei Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren – als Verursacher der Beschädigungen auszuforschen. Den zwölf Geschädigten entstand ein Schaden von insgesamt circa 4.700 Euro.

Gelungen ist das, so einer der Ermittler, aufgrund von Hinweisen aus der Frauenkirchner Bevölkerung: „Das war eher Zufall, aber die Jugendlichen sind dabei beobachtet worden und das wurde uns gemeldet. Wir konnten die Täter dann ausforschen. Sie zeigten sich zu den ihnen zur Last gelegten vornehmlich an Wochenenden und zur Nachtzeit im Zeitraum von Oktober 2010 bis Februar 2011 verübten 17 Straftaten geständig. Es wurde Anzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, was weiter passiert.“

Bürgermeister Josef Ziniel setzt auf ein System der Wiedergutmachung: „Wir haben das schon mehrmals in Anspruch genommen. Die Jugendlichen werden zu Arbeiten in der Gemeinde herangezogen, wie zum Beispiel zum Rasenmähen oder zum Entfernen der besprayten Objekte.“ Ziniel glaubt, dass bei den Vandalenakten oft Alkohol im Spiel war, und ist deshalb auch für gezielte Kontrollen, was den Verkauf an Jugendliche betrifft.

„Mann muss mit den Teenagern reden und versuchen an ihre Vernunft zu appellieren“, ist Ziniel überzeugt.

Verzierung. Auch ein Haustor in Frauenkirchen wurde von Sprayern beschmiert.