Erstellt am 24. August 2011, 00:00

Vergiftetes Wildfleisch?. QUECKSILBER / Bisher noch keine Bestätigung von der Lebensmittelbehörde. Ursachen für die erhöhten Werte völlig unklar.

BRUCKNEUDORF /  / Für einige Aufregung sorgte am Freitag ein Artikel in einer Tageszeitung, dem zufolge das Wild in den Bruckneudorfer Heeresforsten von Quecksilber und Cadmium verseucht sei.

Weder Behördenvertreter in den Bezirken Bruck und Neusiedl, noch das Militärkommando Burgenland waren bis zu dem Zeitpunkt informiert gewesen, weil es sich um eine interne Untersuchung gehandelt hatte, der zertifizierte Test der Lebensmittelbehörde also noch ausstand.

Erhöhte Werte von Cadmium, Blei und Quecksilber wurden allerdings bei dieser heeresinternen Probennahme tatsächlich festgestellt. Die Proben vom Wild aus dem Areal der Truppenübungsplätze wurden rein zufällig, ohne Auslöser genommen, wie Heeressprecher Robert Rauter erklärt: „Wir wollten wissen, wie es bei unserem Wild aussieht. In Allensteig sind dabei keine Beanstandungen aufgetreten, nach einer ersten heeresinternen Analyse in Bruckneudorf schon.“ Aufgrund der internen Auswertung hätten diese Ergebnisse aber noch keinen offiziellen Charakter, „die Proben sind nun aber schon auf dem Weg zur ISO-zertifizierten AGES“, erklärt Rauter den momentanen Stand der Dinge. Sobald ein endgültiges Untersuchungsergebnis vorliege, wird die AGES weitere Anordnungen treffen, „dabei ist schon anzumerken, dass unsere Tüpl nicht umzäunt sind, das Wild frei durchziehen kann - auch durch andere Gebiete“, so Rauter. Nach wie vor könne außerdem auch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich schlichtweg um eine verunreinigte Probe gehandelt hat.

Welcher Schaden dadurch für die Vermarkter und für die Jägerschaft entstanden ist, könne man derzeit noch nicht sagen.

Helmuth Reif, Jägermeister des Bezirks Neusiedl am See, will erst abwarten: „In der Agentur für Ernäherungssicherheit wird das Fleisch der Wildtiere derzeit untersucht. Wenn die Ergebnisse vorliegen, so werden wir konkrete Schritte einleiten. Wir bleiben am Ball und schlafen nicht, warten aber erst das offizielle Ergebnis ab.“ Dann wisse man auch, so Reif, ob die mit Quecksilber vergifteten Tiere nur am Truppenübungsplatz oder auch in weiterer Umgebung vorzufinden seien. Dies erleichtert wiederum die Ursachenforschung, so Reif.