Erstellt am 17. September 2014, 08:28

von NÖN Redaktion

"Nein" zum Sportzentrum. 59 Prozent der Wahlberechtigten in Weiden am See stimmten gegen eine neue multifunktionelle Sportstätte. Hohes Interesse bei einer Wahlbeteiligung von 69 Prozent.

Dem Weidener Fußballverein steht das Wasser bis zum Hals. Nach dem "Nein" zu einem neuen Sportzentrum ist die Zukunft des Vereins ungewiss.  |  NOEN, zVg

Das „Nein“ der Bevölkerung, zu einem neuen Sportzentrum, kam für den Bürgermeister Wilhelm Schwartz (ÖVP) und den UFC-Weiden am See wie ein Schlag ins Gesicht. 59 Prozent der Wahlbeteiligten sprachen sich bei der Volksabstimmung vergangenen Sonntag gegen den Bau aus. An dieses Ergebnis ist der Gemeinderat nun gebunden. Das geplante, neue Sportzentrum mit unterschiedlichen Sportmöglichkeiten wird es nicht geben.

GUW und SPÖ über Ergebnis erfreut

Die Grünen und Unabhängigen Weiden am See (GUW) und die SPÖ machten gegen das Projekt mobil. Gemeinderat und Sportreferent Andreas Rohatsch (GUW) betrachtete die Neuerrichtung aufgrund der finanziellen Belastung für die Gemeinde stets kritisch und ist über den Ausgang der Abstimmung erfreut. Auch SPÖ-Obmann Heinrich Hareter ist zufrieden. Der Alleingang der ÖVP, die in einem Gemeinderatsbeschluss vom 25. März bereits den Bau des Sportzentrums fixierte, stieß ihm sauer auf.

Bürgermeister Schwartz zeigt sich vom Ergebnis enttäuscht. Er wollte mit dem Erlös aus dem Grundverkauf des bestehenden Sportplatz-Areals den Bau eines neuen Sportzentrums finanzieren. „Ich akzeptiere das Ergebnis. Jetzt sind Grüne und SPÖ gefordert“, antwortet er auf die Frage, wie es nun weitergehen werde. Eine Sanierung aus dem Gemeindebudget könne sich Weiden nicht leisten.

„Frust hoch zehn beim UFC-Weiden"

Eine Sanierung hatten Bürgermeister und Fußballverein bereits ad acta gelegt. „Jeder Cent müsste aus dem engen Gemeindebudget kommen und wäre rausgeschmissenes Geld. Es bleibt abzuwarten, ob von den weiteren betroffenen Vorständen Sponsorengelder erwirkt werden können“, meint Schwartz. Der Platz müsste etwa einen halben Meter angehoben und eine Drainage gemacht werden. 150.000 Euro seien dafür mindestens notwendig. Eine Summe, die weder Verein noch Gemeinde haben.