Erstellt am 13. Mai 2015, 14:55

von Birgit Böhm-Ritter

Kritik an Wildwuchs. SPÖ sieht Rechtswidrigkeit bei Platzierung und schaltet Behörde ein, ÖVP weist die Vorwürfe zurück.

Die SPÖ-Kritik an den gegnerischen Parteien flaut nicht ab: Die Plakate der ÖVP, FPÖ und NEOS auf Laternenmasten seien rechtswidrig angebracht, heißt es. Fotos: Birgit Böhm-Ritter  |  NOEN, Birgit Böhm-Ritter
Die SPÖ wird nicht müde den Wildwuchs an Plakaten an Verkehrseinrichtungen und Beleuchtungsmasten im Bezirk zu kritisieren.

Radlspäck: Unlauterer Wettbewerb und Mutlosigkeit

Laut Bezirksgeschäftsführer Fritz Radlspäck seien die rechtlichen Regelungen dazu eindeutig, jedoch getraue sich im Wahlkampf offenbar niemand, eine Entscheidung zu fällen.

Dies sei laut Radlspäck nicht nur unlauterer Wettbewerb, sondern auch Mutlosigkeit und nicht zuletzt eine Verschandelung der Gegend.

Schon vergangene Woche ortete er Rechtswidrigkeiten (die BVZ hatte berichtet), unter anderem hat er ein ÖVP-Wahlkampfauto mit blauen Probefahrtkennzeichen ausgemacht: und zwar jenes des Frauenkirchener Landtagswahl-Kandidaten Robert Frank.

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„Ich hatte einen Wildschaden“, erklärt dieser auf Anfrage der BVZ. Weniger als 48 Stunden sei er mit dem blauen Taferl unterwegs gewesen, stellt Frank klar.

VP-Klubobmann Rudolf Strommer weist die Vorwürfe der SPÖ zurück. Rechtswidrigkeiten in der Platzierung der Plakate kann er nicht erkennen. Er weist sogar darauf hin, bei der Plakatierung besonders umweltbewusst vorgegangen zu sein.

„Wir benutzen Hohlkammerplakate aus wiederverwertbarem Material. Nach der Wahl werden die Plakate abgebaut und sollen recycelt werden“, erklärt Strommer.

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