Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

Waldorf als „Brückenbauer“. Bildung / Der vom Demeter-Hof Meinklang initiierte Waldorf-Kindergarten für österreichische und ungarische Kinder wurde feierlich eröffnet. Zukunftsvision: Eine Schule soll folgen.

Aniko Levai (Gattin des ungarischen Ministerpräsidenten Victor Orban), Werner und Angela Michlits, Landesrätin Michaela Resetar und Bürgermeister Josef Tschida bei der Eröffnung des ersten burgenländischen Waldorf-Kindergartens in Pamhagen.  |  NOEN
Von Birgit Böhm-Ritter

PAMHAGEN / Vor genau einem Jahr startete das Projekt Waldorf-Kindergarten mit einer Initiativveranstaltung. Vergangenen Sonntag feierte der Waldorfverein Pannonia in Pamhagen dessen Eröffnung. Mit Verspätung. Geplant sei der Start schon im September gewesen, erklärt Initiator Werner Michlits vom Demeter-Hof Meinklang. Vor allem die Standortsuche hätte sich zu Beginn sehr schwierig gestaltet. Nun wurde der Kindergarten in einem Bauernhof mit angeschlossenen Hühner- und Schafstall untergebracht. Der Hof befindet sich im Besitz der Familie Michlits und wurde nach allen behördlichen Auflagen umgebaut. „Wir haben das Haus aus eigenen Mitteln renoviert. Es war gar nicht so einfach alle Vorschriften zu erfüllen“. Nun seien aber alle Fluchttüren eingebaut und der letzte Blitzableiter montiert.

Für das kommende Schuljahr ist die Eröffnung einer Schule, in der nach den Prinzipien der Waldorf-Pädagogik gelehrt werden soll, im selben Gebäude geplant. Noch muss der Unterricht aber warten. „Die erforderlichen Unterlagen wollen wir in den nächsten Tagen beim Landesschulrat einreichen“, bestätigt Michlits. Innerhalb der nächsten drei Monate werde dann eine Entscheidung fallen. Das Interesse am Waldorf-Unterricht sei jedenfalls gegeben.

Den Kindergarten besuchen 15 Kinder aus den umliegenden Gemeinden im Bezirk und in Ungarn. „Unsere Vision ist, wieder einen gemeinsamen pannonischen Lebens- und Kulturraum zu schaffen. Die nächste Generation soll grenzüberschreitend denken und handeln“, erklärt Andrea Michlits. Mehrsprachigkeit ist daher auch eines der Prinzipien: Deutsch und Ungarisch wird gesprochen, Englisch unterrichtet. Interessenten wenden sich an angela.michlits@meinklang.at.