Erstellt am 20. Juni 2012, 00:00

Wasser und Studie für Zicksee. LANGFRISTIGE LÖSUNG GESUCHT / Grundwasser als Soforthilfe eingeleitet, wissenschaftliche Studie zur Absicherung des Wasserstandes in Auftrag gegeben.

ST. ANDRÄ AM ZICKSEE / Ein Sommer ohne Wasser - das drohte heuer dem Zicksee. Aktuell liegt der Wasserpegel mehr als einen Meter unter dem Niveau des Vorjahres. Landesrat Andreas Liegenfeld und die Abteilung Wasserwirtschaft haben eine Lösung erarbeitet: Die dramatische Situation des Wasserstandes wird mit einer wissenschaftlichen Studie ergründet und langfristige Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Dabei wird umgehend Grundwasser in den See eingeleitet. Hilfe hat auch Landeshauptmann Hans Niessl zugesichert: „Der Zicksee muss langfristig abgesichert werden. Eine Studie soll klare Aufschlüsse darüber geben, welche Maßnahmen gesetzt werden müssen. Ich unterstütze diese Studie mit 50 Prozent der Kosten, maximal mit 18.000 Euro.“ Durchgeführt wird die Studie von Universitätsprofessor Alfred Paul Blaschke von der Technischen Universität Wien. „Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie wird in den Sommermonaten eine Dotation des Zicksees mit Grundwasser unter laufenden strengen Kontrollen durchgeführt. Damit soll der Wasserstand verbessert und offene Fragen zum Wasser- und Salzhaushalt sowie der Badewasserqualität beantwortet werden. Die Experten der Abteilung Wasserwirtschaft der Burgenländischen Landesregierung werden das Projekt unterstützend begleiten. Langfristig strebe ich einen Grundwasserrückhalt zur Verbesserung der wasserwirtschaftlichen Situation in der Gesamtregion an“, sagt Landesrat Andreas Liegefeld .

Ziel der Studie ist es, eine langfristige Lösung für den Wasserhaushalt des Sees zu finden. Diese wird unter wissenschaftlichen Rahmenbedingungen und Wahrung sämtlicher privater und öffentlicher Wasserrechte und Interessen erfolgen.