Erstellt am 12. November 2014, 09:44

von Birgit Böhm-Ritter

Sportplatz: Zukunft bleibt ungewiss. Für den veralteten Platz in Weiden am See gibt es noch kein Sanierungskonzept. Der Obmann des UFC tritt zurück.

Von der Bevölkerung gab es ein "Nein" zum Bau eines neuen Sport- und Freizeitzentrums.  |  NOEN, Gemeinde Weiden am See

Wie soll es mit dem Sportplatz weitergehen? Diese Frage beschäftigt derzeit die Bevölkerung in Weiden am See. Nach dem „Nein“ in der Volksabstimmung über den Bau eines neuen Sport- und Freizeitzentrums ist weiter unklar, wie die Zukunft des Sportplatzes, ja selbst die des Weidener Fußballvereines, aussieht. Nicht nur der Obmann Alois Rechberger, sondern auch sein Stellvertreter Georg Reinprecht sowie die beiden Schriftführer und Kassiere sind aus dem Vorstand des UFC Weiden am See zurückgetreten.

Am 5. November trat der Weidener Gemeinderat zu seiner Sitzung zusammen. Die Agenda „Sportplatz“ stand zwar nicht auf der Tagesordnung, Thema war sie indirekt trotzdem. Der für Sport zuständige Gemeindevorstand Andreas Rohatsch (GUW) trat von diesem Amt aus beruflichen Gründen zurück und übergab diese Position an Elvira Schaffrian (GUW).

Schaffrian weiß: „Eine Komplettsanierung des Sportplatzes ist notwendig“ und auch für Bürgermeister Wilhelm Schwartz (ÖVP) ist klar, ohne eine Sanierung ist der Spielbetrieb nicht aufrechtzuerhalten. „Und das kostet der Gemeinde je nach Ausbaustufe 500.000 bis 1 Million Euro. Das reißt ein großes Loch ins Gemeindebudget“, sagt der Ortschef. Durch den Verkauf des Sportplatzes hätte ein neues Sportzentrum am Ortsrand finanziert werden können, ohne das Gemeindebudget zu belasten, erklärt Schwartz.

Schaffrian: „Sanierung in Teilschritten“

Die Bevölkerung hat durch ihr „Nein“ in der Volksabstimmung anders entschieden. „Zu überdimensioniert und zu teuer“, hieß es oftmals und „das „Nullsummenspiel“ kann nicht aufgehen.“ Auch die Grünen und Unabhängigen (GUW) sowie die SPÖ waren gegen das neue Sportzentrum.

Die GUW und ihre zuständige Gemeindevorständin Elvira Schaffrian schlagen nun eine Sanierung des alten Sportplatzes in Teilschritten innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre vor: „Das Budget 2015 wird demnächst erstellt, dabei müssen nun Beträge für den Sportplatz berücksichtigt werden. Der erste Schritt muss sicher die Sanierung der Kantine sein, um alle behördlichen Auflagen erfüllen zu können.“

"Bevölkerung steht nicht hinter uns"

Das Ergebnis der Volksabstimmung sei auch der Grund, warum ein Teil des Vorstandes des UFC Weiden am See das Handtuch warf. „Die Bevölkerung steht nicht hinter uns“, begründet Alois Rechberger den Rückzug. Für den Vereinsobmann sei das Abstimmungsergebnis eine persönliche Niederlage gewesen, die jedoch mit dem Sport nichts zu tun habe.

Am 21. November hat der Verein eine Generalversammlung angesetzt. Ein neuer Obmann soll gewählt werden. „In dieser Situation wird es schwierig jemanden zu finden“, befürchtet Rechberger. Sogar die Auflösung des Vereines steht im Raum. Sollte sich bis zur Generalversammlung kein Obmann finden, wird Bürgermeister Schwartz diese Position übernehmen: „Aber nur bis zum Ende der Spielsaison“, betont er, denn die Vereinsobmannschaft sei mit dem Bürgermeisteramt längerfristig nicht vereinbar.