Erstellt am 14. Januar 2015, 09:21

von Birgit Böhm-Ritter

Statue liegt in Trümmern. Bei dem Versuch eine Sandsteinskulptur mit dem Kran umzulegen, zerbrach das mehr als dreißig Jahre alte Kunstwerk.

Seit über dreißig Jahren steht die Skulptur des Bildhauers Erich Stanschitz in Weiden. Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten für eine Restaurierung zerbrach der Sandstein.  |  NOEN, Böhm-Ritter

Aufmerksamen Beobachtern ist es bestimmt aufgefallen. Die Skulptur, die seit über drei Jahrzehnten, die Ortseinfahrt in Weiden am See (von Neusiedl kommend) markiert, liegt in Trümmern. Das Kunstwerk aus Sandstein sollte mit einem Kran für eine Sanierung umgelegt werden: eine Aktion, die nicht nach Plan lief.

„Die Statue besteht aus zwei Teilen, die aber nicht miteinander verbunden waren. Das wussten wir nicht. Beim Versuch die gesamte Skulptur zu legen, zerbrach der obere Stein in der Mitte“, erklärt Bürgermeister Wilhelm Schwartz (ÖVP).

Ob das Kunstwerk in seiner ursprünglichen Form wieder aufgebaut werden kann, sollen nun Fachleute aus dem Steinbruch St. Margarethen sowie der Restaurateur Franz Gyolcs klären. Bürgermeister Schwartz zeigt sich aber zuversichtlich, dass zumindest ein Stein gerettet werden kann. Überlegungen, die Sandsteinfigur vom derzeitigen Standort zu übersiedeln, und am „Markt“ aufzustellen, gibt es schon seit Längerem und sind auch jetzt wieder aktuell.

Die Skulptur stammte von Bildhauer Erich Stanschitz, einst Kunstprofessor am Neusiedler Gymnasium. Die Weidener Figur ist nicht sein einziges Werk im Bezirk. So zeichnet er etwa auch für das Illmitzer Kriegerdenkmal verantwortlich.