Erstellt am 08. Juli 2015, 09:28

von Birgit Böhm-Ritter

Wassersport-Projekt unerwünscht. Der Weidener Gemeinderat lehnt die Errichtung einer Schleppliftanlage für Wakeboard-Fahrer am See ab.

Ein privater Investor sucht - bisher vergeblich - einen Standort für einen Wakeboardlift.  |  NOEN, Privat

„Wakeboard fahren, ist ein Sport, der boomt und viele Gäste in die Gemeinde bringen würde“, ist sich Gerhard Gross sicher. Sein Wunsch wäre ein Wakeboard-Lift am Neusiedler See. Im Weidener Gemeinderat wurde der Antrag allerdings abgelehnt.

Gross sieht ein großes Potenzial in der Trendsportart und prognostiziert mit dem Errichten einer Liftanlage einen vermehrten Touristenzustrom. Die Gemeindepolitiker rund um den See konnte der private Investor bis dato aber noch nicht überzeugen. Erst bei der vergangenen Gemeinderatssitzung in Weiden am See stimmten alle drei Fraktionen gegen die Errichtung eines Lifts.

Gross will Vorhaben noch nicht aufgeben

„Wir sind die Tourismusgemeinde mit dem kleinsten Strandbad am Neusiedler See. Und diesen wollen wir friedlich nutzen, mit wenig Lärm“, erklärt Bürgermeister Wilhelm Schwartz die ablehnende Haltung des Gemeinderates, der für einen sanften Tourismus steht. Außerdem gäbe es schon seit Längerem die Idee einen Gästesteg für Segler zu bauen, was das Platzproblem weiter verstärken würde.

Gerhard Gross zeigt sich enttäuscht, denn sein Vorhaben wurde bereits in Podersdorf und Breitenbrunn abgelehnt, auch in Neusiedl am See zeigt man kein Interesse. Dabei ist sich der Weidener sicher, dass eine Schleppliftanlage am Wasser einen touristischen und wirtschaftlichen Aufschwung bringen würde. „Die Anlagen in Wien, Bratislava und Györ haben derart großen Zulauf, dass die Sportler stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen“, erzählt Gross und betont, dass die Gemeinde keine Entstehungskosten tragen müsste. Sein Vorhaben aufgeben, will er noch nicht. Er werde es noch einmal in Breitenbrunn und Illmitz versuchen.


Zum Thema

Ein Wakeboard ist ein Wassersportgerät in Form eines Brettes, das an die Füße geschnallt wird, um damit auf dem Wasser zu gleiten. Der Fahrer steht seitlich zur Fahrtrichtung auf dem Brett. Der Bewegungsablauf ist mit dem Snowboarden vergleichbar.