Erstellt am 29. Oktober 2013, 20:58

Weiden am See: Wirbel um Vinothek. Tourismus und Wein / Ortsvinothek sorgte unter anderem wegen Finanzierung bei Gemeinderatssitzung für hitzige Diskussion.

In Planung. Der im Gemeindezentrum gelegene Raum soll zu einer Ortsvinothek umfunktioniert werden. Foto: Thüringer  |  NOEN, Thüringer
Von Nicole Thüringer

Tourismus und Wein / Im Rahmen der Gemeinderatssitzung gab es vergangenen Donnerstag eine Diskussion um die geplante Ortsvinothek. Der Tagesordnungspunkt „Haftungsübernahme für Darlehen des Vereins Vinothek Weiden“ wurde vertagt.

Der Gegenstand „Nutzungsübereinkommen Tourismusbüro“ wurde jedoch im Gemeinderat in Angriff genommen.

Purbacher Ortsvinothek gilt als Vorbild 

In den Räumen des Tourismusverbandes soll nach dem Vorbild der Purbacher Ortsvinothek eine ähnliche entstehen. Die Weine sollen zum Verkauf angeboten werden und es soll auch die Möglichkeit zur Verkostung bestehen. In Planung ist auch der Einbau von Weinautomaten, Flächen für Weinlagerung, Präsentationsflächen für Weine und eine Infotheke.

„Eine Vinothek ist eine Chance für den Tourismus und eine Bereicherung für die Touristen in Weiden am See. Das Modell haben wir nicht erfunden, es funktioniert bereits einwandfrei in anderen Gemeinden. Es kann auch bei uns klappen. In einer kommenden Versammlung sollen jedoch Veränderungen bezüglich des Finanzierungsplanes vorgenommen werden“, sagt Bürgermeister Willi Schwartz.

Grüne Mandatare stimmten Übereinkommen nicht zu

Kritik äußern dazu bei der Gemeinderatssitzung die Grünen und Unabhängigen Weiden am See: „Eine Gemeinde investiert Steuergeld, Personal und Infrastruktur in das Projekt eines privaten, an sich gewinnorientierten Vereins, wobei schon von vorneherein feststeht und dies ist auch allen völlig klar, dass es ein Verlustgeschäft wird. Warum werden nicht auch anderer private, gemeinnützige Vereine unterstützt“, fragt sich der Grüne Andreas Rohatsch. Die drei grünen Mandatare stimmten deshalb auch dem Nutzungsübereinkommen nicht zu.