Erstellt am 05. Januar 2011, 07:19

Weinachtsfeiern: gutes Geschäft für Wirte. ZUFRIEDEN / Firmen lassen sich Fest mit den Mitarbeitern zu Weihnachten etwas kosten, Wirtschaftskrise nicht zu spüren.

VON PIA REITER

NEUSIEDL AM SEE / Sind die Wirte der Stadt mit dem Geschäft zu Weihnachten zufrieden oder ist auch hier die Wirtschaftskrise zu spüren? Die BVZ fragte bei einigen Gastronomen in Neusiedl am See nach. Silvia Etl, Chefin vom Gasthaus „Zur Lok“ etwa ist sehr zufrieden, was das Geschäft mit den Weihnachtsfeiern angeht: „Es ist besser als voriges Jahr gelaufen. Besonders gut gebucht war heuer unser Catering-Bereich. Da hatten wir Aufträge von der Stadtgemeinde oder auch von der Feuerwehr. Wir haben Weihnachtsfeiern für sieben bis 130 Personen ausgerichtet.“

Auch Gerhard Windholz, „Außenminister“ und Seniorchef des Rasthaus „Zur alten Mauth“ freut sich nach einem „stürmischen“ Jahr - im Mai wurde das Dach seines Betriebs von einem Sturm fast komplett abgetragen - über einen positiven Abschluss: „Wir sind heuer sehr gut unterwegs und können uns nicht beklagen, weil wir konsequent auf heimisches Publikum setzen.“ Pensionisten, Firmen oder Vereine würden gerne in der Mauth feiern, so Windholz: „Wir haben einen großen Saal, den man auch nach Bedarf teilen kann. Außerdem stimmt unser Preis-Leistungsverhältnis.“ Im Jahr 2009 sei die Wirtschaftskrise spürbar gewesen, 2010 hätten die Firmen aber wieder leichten Aufwind gehabt, erklärte Windholz. Hotelchef Horst Wende bestätigt das: „Wir hatten 2010 keine Einbußen. Unsere Buchungen für Weihnachtsfeiern waren gleichmäßig verteilt und die Wirtschaftskrise hat sich nicht mehr gezeigt.“ Außerdem sei der traditionelle Sylvesterball im „Hotel Wende“ mit 200 Leuten hervorragend besucht gewesen, bekräftigt Wende.

Wenn gefeiert wird, wird nicht auf den Preis geschaut 

Elisabeth Rittsteuer, die mit ihrem Mann die „Goldene Traube“ betreibt, glaubt zwar, dass die Anzahl der Firmen, die eine Weihnachtsfeier für ihre Mitarbeiter ausrichten generell weniger werden. „Die Betriebe, die aber dann zu uns kommen, lassen sich die Weihnachtsfeier auch etwas kosten“, erklärt Rittsteuer.