Erstellt am 27. November 2013, 23:59

von Pia Reiter

Werbeverein startet „Einmoaktn dahoam“. Bewusstseinsbildung / Durch Einkaufen in der Stadt, soll der lokale Handel gestärkt und die Vielfalt und Lebensqualität erhalten bleiben.

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Von Pia Reiter

NEUSIEDL AM SEE / Der Neusiedler Werbeverein ruft am 6. und 7. Dezember dazu auf, bewußt in der Region einzukaufen und die Händler vor Ort, den Großkonzernen und Einkaufszentren vorzuziehen. „Ich habe eine Studie in die Hand bekommen, die aussagt, dass die Menschen dort einkaufen, wo sie arbeiten. Gleichzeitig ist mir aufgefallen, dass viele Menschen, die aufgrund der hohen Lebensqualität hergezogen sind nicht aktiv am Ortsleben teilnehmen und nicht in Neusiedl am See einkaufen. Das ist ein Teufelskreis, der nicht gut enden kann “, erklärt Werbeverein-Obmann Gerald Richter die Idee zu der ins Leben gerufenen Aktion „Einmoaktn dahoam“.

Tendenz zum lokalen Einkaufen vorhanden 

Denn ohne Einnahmen (zum Beispiel Entfall vom Kommunalsteuer) egal auf welcher Art und Weise könne ein kleiner Ort nicht die notwendige Infrastruktur finanzieren, Geschäfte müssen schließen und insgesamt würde die Lebensqualität sinken, so Richter: „Ja, daher möchte ich die Leute aufrütteln, mit all den positiven Nebeneffekten wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und einigem mehr. Es gibt insgesamt eine Tendenz zu der Bewegung regional einzukaufen egal ob in Neusiedl am See, in Vorarlberg oder auch bei unseren Nachbarländern.“

Kritikern, die meinen, dass man in Neusiedl am See nicht alles bekommt, antwortet Richter: „Dass sie Ihren Beitrag leisten können, dass sich der Branchenmix in Neusiedl am See verbessert, eben mehr in Neusiedl am See einzukaufen. Denn Vielfalt bei den Geschäften entsteht dort, wo auch Kaufkraft vorhanden ist und natürlich umgekehrt. Der Zuzug muss sich aktiv beteiligen, dass Neusiedl lebt.“ Harald Pokorny, Regionalstellenleiter der Wirtschaftskammer in Neusiedl am See betont: „Diese Aktion finde ich beispielhaft und sollte auch in anderen Städten und Dörfern umgesetzt werden. Gemeinsam müssen wir die regionale Wirtschaft stärken, damit wir Lebensqualität und Wohlstand langfristig sichern können.“

Laut Pokorny sind es gerade die kleinen und mittleren Unternehmen in der Region, die schaffen krisensichere Arbeitsplätze und Jugendlichen Ausbildungsmöglichkeiten bieten und die Nahversorgung erhalten, egal im Dienstleistungsbereich, im Gewerbe oder im Handel: „Oft wird dabei vergessen, wie wichtig Unternehmen für eine Region sind“, meint er.