Erstellt am 19. März 2014, 08:30

Werbeverein wird zum Stadt-Marketing. Neusiedl am See bekommt Plattform, um schöne Seiten der Stadt zu betonen, zahlreiche Veranstaltungen in Planung.

Neues Konzept. Nach den Unternehmern will Gerald Richter alle Neusiedler ins Boot holen. Foto: GR  |  NOEN, GR
Von Pia Reiter

„Das Image ist schlechter, als es die Stadt wirklich ist“, erklärt Gerald Richter, Obmann des Werbevereins seine Beweggründe aus dem bisherigen Werbeverein ein gesamtes Stadt-Marketing zu machen.

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„Ich habe einem ausgewählten Personenkreis darunter auch Bürgermeister und Vizebürgermeisterin ein Konzept präsentiert, das gut aufgenommen wurde“, freut sich Richter. Er möchte auch Themen aufgreifen, die bisher nicht im Fokus standen und die Vorzüge der Stadt Neusiedl am See mehr in den Vordergrund rücken.

Schnittstelle zum Tourismus

„Wir haben extrem gute Dienstleister, darauf können wir stolz sein, auch der Weinbauverein und die Vereine leisten super Arbeit. Das Stadt-Marketing soll bei Veranstaltungen als Schnittstelle zum Tourismus fungieren“, sagt er.

Dazu werden auch die Statuten des Werbevereins geändert. Dieser soll für jeden offen sein, es wird dann auch eine Abstufung bei den Mitgliederbeiträgen geben. „Von den Unternehmern hin zu einer Stadt-Plattform, die positiv für Neusiedl am See arbeitet“, so beschreibt Richter die angestrebte Entwicklung in Sachen Stadt-Marketing, der selbst keine politischen Ambitionen hat, sondern für die Sache arbeiten möchte.

Ausbau der Radbörse, angedachte Rennradtour

Die Unterstützung von den politisch Verantwortlichen sei klar vorhanden, so Richter, finanzielle Unterstützung gebe vonseiten der Stadtgemeinde aber keine. Die Arbeit möchte sich Richter mit dem um Beiräte erweiterten Vorstand teilen.

„Da wäre es gut, jemandem vom Weinbau, Tourismus, Gastronomie, dem Kultur- und Sportbereich dabei zu haben“, erklärt er. Großes Ziel ist es, Veranstaltungen in die Stadt zu holen und genau dabei sollen ihm die fünf bis sechs Beiräte helfen: „Events vorzubereiten kostet sehr viel Zeit, das kann ich nicht alleine, der Beirat könnte ebenfalls einzelne Projekte umsetzen.“

Insgesamt sollen langfristig so um die 15 zusätzliche Veranstaltungen pro Jahr das Angebot der Stadt aufwerten. Die Stadtgemeinde hilft dann mit Infrastruktur oder stellt zum Beispiel das Angerl als Veranstaltungsort zur Verfügung. Events wie die bereits etablierte Radbörse sollen mit einem Rahmenprogramm oder zusätzlichen Angeboten ausgebaut werden, ein Maibaumaufstellen als Fest ist angedacht, ebenso eine Rennradtour zum Auftakt der Radsaison oder ein Sommerkino.