Erstellt am 18. März 2016, 03:34

von NÖN Redaktion

Wieder Kritik: Bus braucht zu lange. Kritik an Fahrplanänderung reißt nicht ab: Verspätet sich Buslinie aus Andau, ist der Zug am Neusiedler Bahnhof weg.

 |  NOEN, Diesner
Seit der Fahrplanumstellung von VOR und ÖBB und den damit verbundenen Änderungen für die Pendler und Schüler im Bezirk, kritisieren viele Betroffene Verschlechterungen.

„Zug fuhr mir vor der Nase davon“

Eingerichtete Online-Ombudsstellen haben Hochkonjunktur und jeden Tag gibt es neue Vorfälle, die für Aufregung sorgen.

So auch am vergangenen Montag, als mehrere Pendler von Andau zum Neusiedler Bahnhof unterwegs waren: „Ich saß heute bereits um 8.05 Uhr in Andau im Autobus, um den Zug um 9.01 Uhr in Neusiedl am See zu erreichen. Damit wäre ich dann um 9.42 Uhr in Wien am Hauptbahnhof angekommen. Jedoch war es dem Chauffeur heute nicht möglich rechtzeitig am Bahnhof in Neusiedl zu sein und der Zug fuhr mir vor der Nase davon“, erzählt eine Betroffene.

Was die Pendler besonders aufregt: „Wie kann das sein, dass der Bus so knapp eingerichtet wurde, dass der Bus laut Auskunft mehrerer Chauffeure den Zug nicht pünktlich erreicht?“ Auch die augenscheinlich nicht stattfindende Absprache zwischen Buschauffeuer und Lokführer sorgt für Unverständnis: „Da kann es sich ja wohl nur um ein oder zwei Minuten handeln.“

VOR-Sprecher: „Evaluieren die Situation“

Auch aus finanzieller Sicht hätte sich Pendeln nach Wien verschlechtert: 11,80 Euro seien nun fällig (für den Bus von Andau plus den Zug von Neusiedl am See zum Hauptbahnof nach Wien) anstatt sieben Euro, die vom Bahnhof Mönchhof-Halbturn bis Wien angefallen wären.

VOR-Pressesprecher Georg Huemer erklärt dazu: „Die Umstiegszeiten Bus/Bahn sind von uns so getaktet, dass sich ein zügiger Umstieg ausgehen sollte. Im vorliegenden Fall sind fünf Minuten für den Umstieg eingeplant. In einigen Fällen ist uns berichtet worden, dass aufgrund von Verspätungen des Busses der Bahnanschluss versäumt wurde. Wir gehen nach und evaluieren die Situation.“ Sollte sich laut Huemer wirklich herausstellen, dass die Anschlusszeiten zu knapp sind, so sollen die Fahrpläne entsprechend anpasst werden.