Erstellt am 13. Februar 2013, 00:00

Wieder Normalbetrieb. Noro-Viren / Die Ursache für die Erkrankung von 33 Personen ist geklärt. Kindergarten und Tagesheimstätte seit Montag wieder geöffnet.

Spezialistinnen vom Krankenhaus in Kittsee sowie Reinigungskräfte der Stadtgemeinde Frauenkirchen desinfizierten alle Räume im Kindergarten. Am Montag konnte wieder geöffnet werden.Stadtgemeinde Frauenkirchen  |  NOEN
Von Birgit Böhm-Ritter

FRAUENKIRCHEN / “Meine fünf jährige Tochter wurde vom Kindergarten heimgeschickt. Sie ist nur mehr gelegen und klagte über Übelkeit und Kopfweh“, erzählt Renate Beck. Nur wenige Stunden später erging es ihrer jüngeren Tochter genauso.

Die beiden Mädchen gehen in den Kindergarten von Frauenkirchen und waren zwei der 15 Kindergartenkinder, die von der Norovireninfektion betroffen waren. Dazu kamen zwei Eltern, eine Großmutter, zwei Kindergartenpädagoginnen sowie sieben Klienten und sechs Betreuer des Sene Cura Sozialzentrums.

Kindergarten für 

Kindergarten und Behinderten-Tagesheimstätte mussten vergangene Woche gesperrt werden. Gesundheitslandesrat Peter Rezar veranlasste, dass der zuständige Amtsarzt und die Mitarbeiterin der burgenländischen Lebensmittelinspektion sofort vor Ort Untersuchungen vornahmen. In die Untersuchungen wurde neben dem öffentlichen Gesundheitsdienst und der Lebensmittelinspektion Burgenland auch die Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Graz involviert. Dass Noroviren die Ursache für die Erkrankungsfälle sind, konnte bestätigt werden. Ob es sich um eine oder um verschiedene Quellen handelt und wo die Quelle für die vermehrten Noroviren ist, ist allerdings noch immer unklar.

Sämtliche Räume 

„Am Samstag wurden sämtliche Räume im Kindergarten und in der Tagesheimstätte von einem Putztrupp genauestens desinfiziert“, erzählt Bürgermeister Josef Ziniel (SPÖ). Reinigungskräfte der Gemeinde hätten gemeinsam mit Spezialistinnen vom Krankenhaus Kittsee bis Sonntag zwei Uhr früh gearbeitet.

In der Zwischenzeit konnten sich die Betroffenen wieder erholen. „Nachdem die Kinder einen halben Tag weder Essen noch Wasser bei sich halten konnten, haben sie sich schnell wieder erholt“, schildert Renate Beck.

Am Montag nahmen sowohl der Kindergarten als auch die Tagesheimstätte ihren Betrieb wieder auf.