Erstellt am 22. Juli 2015, 16:16

von APA/Red

Ostautobahn soll bis 2023 sicherer und komfortabler werden. Sie ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten dank des Falls des Eisernen Vorhangs und dem EU-Beitritt der östlichen Nachbarstaaten Österreichs eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen Europas geworden.

Ostautobahn  |  NOEN, Gerald Burggraf

Dass die Ostautobahn (A4) an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt ist, wissen die Experten. Seit 2013 wird ein Vier-Punkte-Plan umgesetzt, der die Strecke sicherer und komfortabler machen soll.

Pendlerstrecke mit "rund 35.000 Kfz pro Tag"

"Wir haben rund 35.000 Kfz pro Tag", sagte Arno Piko, Abteilungsleiter Bau Ost bei der Asfinag, am Mittwoch im Gespräch mit der APA. Die Ostautobahn sei eine Pendlerstrecke und weise einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Schwerverkehr auf.

17 Prozent der Kfz auf der A4 sind Lkw, normalerweise liegt dieser Wert bei etwa 13 Prozent. Fast täglich gibt es Piko zufolge einen Unfall auf der A4, in mehr als der Hälfte der Fälle ist ein Schwerfahrzeug beteiligt (56 Prozent). Naturgemäß werden bei Lkw-Unfällen auch größere Schäden verursacht.

Die Asfinag hat vor zwei Jahren nun ein Vier-Schritte-Sicherheitspaket für die A4 beschlossen, bei dem bis 2023 insgesamt 300 Millionen Euro investiert werden. Der erste Punkt sei bereits 2013 in Angriff genommen worden: Neue Leitschienen, Frontradarsäulen - laut Piko sind derzeit acht in Betrieb - und Rumpelstreifen sollten die Strecke sicherer machen.

Dreispuriger Ausbau bis Fischamend im Herbst fertig

In Betrieb ist auch schon eine Verkehrskontrollstelle, bei der auch Lkw überprüft werden können. In diesem Herbst wird der zweite Schritt, der dreispurige Ausbau vom Flughafen Wien bis Fischamend, fertig. Piko zeigte sich in diesem Zusammenhang überzeugt, dass die Anschlussstelle Flughafen schon früher aufgemacht werden kann.

Seit April läuft auch der dritte Schritt, der den dreispurigen Ausbau zwischen Neusiedl am See und der Staatsgrenze bei Nickelsdorf umfasst. Der vierte Schritt ist der dreispurige Ausbau zwischen Fischamend und Neusiedl.

Offen ist noch das ebenfalls zweispurige Wiener Stück der A4. 2017/2018 wird die Notwendigkeit der Sanierung überprüft. Außerdem sei man bezüglich einer Erweiterung bei der Ideenfindung, sagte Piko. Allerdings ist es in Wien eng für die A4.

Sie verläuft direkt neben dem Donaukanal, die Richtungsfahrbahn stadteinwärts hat zu ihrer rechten Hand die grüne Lunge der Bundeshauptstadt, den Prater. Vor allem die Schrägseilbrücke könnte bei einem allfälligen Ausbau schwierig werden, erläuterte der Experte der Asfinag.