Winden am See

Erstellt am 24. Oktober 2016, 11:58

von Bettina Deutsch

Schrecken für Haus und Hof: Wirbel um Götterbaum. In der Leithagemeinde Winden entwickelt sich eine Laubbaumart zum unaufhaltsamen Schrecken für Haus und Hof.

Sichtbare Spuren. Der Wildwuchs des Götterbaums scheint unaufhaltsam und breitet sich kontinuierlich aus. Experten raten zur Entfernung der Rinde oder die direkte Injizierung von Gift, um die „Schädlinge“ auszurotten. Die unkontrollierte Ausbreitung soll so künftig verhindert werden.  |  BVZ, Zvg

„Mein Nachbar hat vor zig Jahren sogenannte „Götterbäume“ als Sichtschutz gepflanzt, welche Auswirkungen das auf die nähere Umgebung haben wird, hat er damals leider nicht gewusst“ erzählt Anita Waba.

Böse Entdeckung als man Heizung erneuern wollte

Als die Heizung im Hause Waba im letzten Jahr erneuert werden musste und im Keller, die dafür notwendigen Grabungen starteten, machte man erstmals die böse Entdeckung.

Das Fundament des Hauses war durchdrungen mit dickem Wurzelgeflecht. Anfangs war nicht sofort klar, woher die Austriebe stammen, doch das Ausmaß sowie die Quelle des Übels wurde bereits kurze Zeit später sichtbar.

Der Wildwuchs aus Nachbars Garten hat die Überhand ergriffen und kann derzeit nicht gestoppt werden. „Die Austriebe sind im gesamten Garten sichtbar, das Mauerwerk ist aufgrund der zahlreichen Wurzeln gerissen und der Dachbalken hat sich mittlerweile gedreht“ berichtet Frau Waba erschüttert. Mit Bekanntwerden der Gefahr hat der Nachbar unverzüglich reagiert und sämtliche Bäume gefällt. Doch Nützen tut das nichts. Die Bäume treiben weiter aus und entwickeln kontinuierlich dichten Bestand.

Experten tüffteln an Lösung des Problems

In ihrer Not hat sich die Windnerin mit Experten der Universität für Bodenkultur in Verbindung gesetzt, doch eine Lösung des Problems scheint zum aktuellen Zeitpunkt nicht in Sicht. Bislang kann nur mit hochwertigem Gift vorgegangen werden. Ein Faktum, das Anita Waba erschaudern lässt, wenn sie an die künftige Benützung ihres eigenen Gartens denkt.

Die Situation scheint aussichtslos, die Schäden am Haus sind nicht von der Versicherung gedeckt. „Man steht alleine mit dem Problem da“ und deshalb ruft Anita Waba nun zur Vorsicht bei der Bepflanzung von „Götterbäumen“ auf. „Sie sind zwar schön anzuschauen, aber sehr schädlich. Jeder, der so einen Baum in unmittelbarer Nähe seines Eigentums besitzt, sollte sich über die richtige Handhabung zur Ausrottung dieser erkunden“, empfiehlt sie. Die ursprünglich aus China stammenden Laubbäume, sind in unserer Region nämlich mittlerweile weitaus häufiger gepflanzt, als angenommen wird.