Erstellt am 02. November 2011, 00:00

Wirbel geht in nächste Runde. AUFBAHRUNGSHALLE / Der neue Standort der Einsegnungshalle bietet weiterhin Grund für Diskussionen zwischen Bürgermeister Josef Ziniel und Stadtrat Erich Stekovics.

Die gelben Flächen zeigen die Standortvarianten der Aufbahrungshalle. Die linke Fläche zeigt den Standort beim Friedhof, die rechte Fläche zeigt den Standort näher beim Zentrum.ZVG  |  NOEN
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VON UTE KATHARINA RUPP

FRAUENKIRCHEN / Die neuerlichen Diskussionen um den Standort der geplanten Aufbahrungshalle gehen in eine weitere Runde. Ein aktuelles Flugblatt von Erich Stekovics (NESt) rollt das Thema Einsegnungshalle in Frauenkirchen noch einmal auf.

Stekovics kritisiert  weiter den Standort

In der Postwurfsendung wirft Stadtrat Stekovics Bürgermeister Ziniel vor, dass heimlich ein für Frauenkirchen äußerst nachteiliger Grundstückstausch vorbereitet und in der Gemeinderatssitzung im September von SPÖ und ÖVP beschlossen wurde.

Außerdem könne Bürgermeister Ziniel auf Anfragen von Stekovics nicht mehr angeben, wofür er die 3.413 Quadratmeter überhaupt benötige.

Stekovics nehme nur kopfschüttelnd zu Kenntnis, dass der Bürgermeister den Grundtausch mit dem Bau der Einsegnungshalle begründe, in der Gemeinderatssitzung aber nicht mehr sage könne, ob die Aufbahrungshalle überhaupt dort gebaut werden soll. Die NESt habe daher Beschwerde bei der Gemeindeaufsicht eingelegt.

Pfarrer Bruder Elias  vermisst Einladung

„Nach einer Diskussion zwischen Gemeinderat und Pfarrgemeinderat kam es zu einer Abstimmung beider, die zugunsten des Standortes auf dem Pfarrgrund im Friedhof ausging. Eine weitere Besprechung wurde in Aussicht gestellt. Zu dieser Einladung sei es aber bis dato nicht gekommen“, meint Pfarrer Bruder Elias.

Bürgermeister Ziniel sieht  Kritik gelassen

Die Gemeinde Frauenkirchen hatte in der Vergangenheit bereits die Intention, ein Grundstück im Zentrum zu erwerben. Nun hätte es endlich die Möglichkeit gegeben, diese Fläche durch einen Grundtausch zu bekommen. Da das Grundstück im Ort strategisch wichtig sei, ist für Bürgermeister Ziniel dadurch eine Wertgleichheit gegeben.

Von einer heimlichen Abstimmung kann laut Bürgermeister Ziniel nicht die Rede sein, bereits im Februar wurde der Tauschvertrag unter Beisein aller Fraktionen angesprochen, von Rechtsanwalt Lagler vorbereitet und für den Gemeinderatsbeschluss eine Woche vorher zur Einsicht aufgelegt. Über den Standort der Einsegnungshalle gab es weder im Pfarrgemeinderat noch in der Gemeinde bis dato eine Abstimmung, sondern nur eine Präsentation der Standortvarianten. Bürgermeister Ziniel bedauert, dass Pfarrer Bruder Elias scheinbar mit falschen Eindrücken aus der Sitzung gegangen sei. Da für die Mehrheit der Bevölkerung der Standort für die Aufbahrungshalle im Friedhof nicht in Frage käme, hätte man einen Grund in Gemeindebesitz ins Auge gefasst. Durch den Grundstückstausch könnten auch weitere Projekte im Gesundheitsbereich oder die Erschaffung neuer Parkplätze verwirklicht werden.