Erstellt am 26. Juni 2013, 00:00

Wirbel um Interne. Krankenhaus Kittsee / Die Interne Abteilung soll mit dem Krankenhaus Eisenstadt zusammengelegt werden, Primar wird nicht nachbesetzt.

KITTSEE / Der Posten des Primars der Internen Abteilung im Krankenhaus Kittsee wird mit Jahresende gestrichen. Der Vertrag mit Erwin Grafl läuft Ende 2013 aus. Die Interne Abteilung Kittsee wird dann vom Krankenhaus in Eisenstadt mitbetreut. Darüber wurde die Belegschaft des Krankenhauses Kittsee am Montag durch Betriebsrat Gerhard Braun informiert. „Die Mitarbeiter zeigen sich von der Vorgehensweise der Burgenländischen Krankenanstalten Gesellschaft (KRAGES) enttäuscht, weil sie nicht informiert wurden“, sagt Braun. Die Stimmung in der Belegschaft sei schlecht. In der Belegschaftsversammlung sei aber besprochen worden, dass es künftig mehr Information geben solle. Die Mitarbeiter befürchten eine Abwertung der Internen Abteilung des Krankenhauses Kittsee. Viele befürchten dass künftige Entscheidungen, die für die beiden Internen Abteilungen in Eisenstadt und Kittsee von Eisenstadt aus getroffen werden, im Zweifelsfall zugunsten von Eisenstadt ausgehen könnten.

Brigitte Steininger, 2. Vizepräsidentin der burgenländischen Ärztekammer, Kurienobfrau Angestellte, erklärt: „Aus Sicht der Ärztekammer haben wir an sich nichts gegen eine Zusammenarbeit, sind aber strikt gegen ein Doppel-Primariat. Wir wollen immer einen Primar vor Ort, weil sonst der Leithammel fehlt. Die Standortgarantie gibt es zwar, aber wir befürchten eine Qualitätsverschlechterung der medizinischen Versorgung und des Angebots für die Patienten.“

Luc Bastian, ärztlicher Leiter des Krankenhaus Kittsee, wollte sich gegenüber der BVZ nicht äußern.