Erstellt am 05. Juni 2014, 07:01

von Paul Haider

Wirbel um Zaun. Wasserqualität / Die Einzäunung des Podersdorfer Strandes sorgt für Aufregung, weil sich Wasservögel darin verfangen.

Hindernis. Graugänse beim Podersdorfer Strandzaun.  |  NOEN, Mödritscher

Nachdem die Wasserqualität an den Badestränden in Podersdorf am See und St. Andrä am Zicksee als „mangelhaft“ eingestuft wurde, ist man in den beiden Gemeinden bemüht, durch diverse Maßnahmen eine Verbesserung zu erreichen. Eine davon, nämlich die Einzäunung der Strandbereiche um Wasservögel fernzuhalten, sorgt jetzt für Aufregung. Immer wieder würden sich Gänse in den Maschen des Zauns am Podersdorfer Strand verfangen, berichten verärgerte Besucher. Bürgermeister Andreas Steiner, dazu: „Der Zaun ist eine Maßnahme, damit die Gänse den Strandbereich nicht verschmutzen und ist mit der Landesregierung abgesprochen. Er wird voraussichtlich bis Ende Juni stehen bleiben, bis die Jungtiere flügge werden und woanders Futter finden.“

Steiner: „Es wird  Verbesserungen geben“

Auf die Frage, ob der Zaun auch tatsächlich Verbesserungen in puncto Wasserqualität bringt, meint Steiner: „So wie ich das gesehen habe, ja. Man muss dazu sagen, dass der Strand zum ersten Mal komplett eingezäunt wurde. Beim nächsten Mal wird es sicher Verbesserungen geben.“ Auch Walter Gisch, Geschäftsführer von Podersdorf Tourismus versichert: „Wir versuchen, allen Anforderungen gerecht zu werden, und es steckt keinesfalls die Absicht dahinter, den Gänsen das Leben schwer zu machen.“

In St. Andrä am Zicksee setzt man ebenfalls auf die Einzäunung des Badebereichs als eine von mehreren Maßnahmen, um die Wasserqualität zu verbessern. Hier hat man aber bisher noch keine negativen Erfahrungen damit gemacht: „Soweit ich weiß, haben sich noch keine Gänse oder andere Wasservögel darin verfangen“, so Bürgermeister Erich Goldenitsch.

Eine weitere Maßnahme besteht darin, regelmäßig frisches Grundwasser aus Brunnen in den See zu pumpen.