Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Wird die Kaserne zum Hotel umgebaut?. NEUE PLÄNE / Projekt-Betreiber Migra sucht nach einer Alternativnutzung, da die Kasernen-Wohnungen nicht umsetzbar sind.

Wohnen in der ehemaligen Kaserne. Dafür können sich die Nordburgenländer nicht so richtig begeistern. Deshalb überlegt Eigentümer Migra jetzt eine alternative Nutzung.SCHREINER UND KASTLER  |  NOEN
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VON PIA REITER

NEUSIEDL AM SEE / Schon 2006 kaufte die Migra gemeinsam mit der Arwag Holding AG die Berger-Kaserne um 8,6 Millionen Euro. Doch seitdem ist nichts passiert. Denn das geplante Migra-Projekt mit Wohnungen in der Kaserne hat auch nach fast fünf Jahren nicht genug Interessenten gefunden. „Damit steht für uns fest, dass das Projekt in seiner geplanten Form nicht verwertbar ist, denn laut den Förderrichtlinien der burgenländischen Wohnbauförderung können wir erst bei 70 Prozent Anmeldungen mit dem Bau beginnen“, erklärt Migra-Geschäftsführer Manfred Wasner. Nun soll das Gebäude anderweitig genutzt werden. Verschiedene Möglichkeiten werden laut Wasner gerade geprüft. Ein Verkauf stünde derzeit aber nicht im Raum. Sehr wohl wird aber überlegt mit einem Partner ein Projekt in Richtung Beherbergung zu starten. „Das ist aber ein ungelegtes Ei. Vielleicht kommt auch eine Mischung mit einem Wohnprojekt in Frage“, sagt Wasner. Für Anfang Juli erwartet sich Wasner eine Entscheidung. Für ihn steht aber fest: „Wir werden das nur in Abstimmung und im Sinne der Stadtgemeinde durchziehen.“

Überaus erfolgreich läuft jedoch das Projekt „Wohnen am Park“ der Neuen Eisenstädter (Nebau) auf dem Areal hinter der Kaserne. Laut Direktor Anton Mittelmeier wird seit Projektbeginn heftig gebaut: „Derzeit werden sieben Reihenhäuser finalisiert. Acht sind schon wieder in Bau und weitere vier Atrium- und fünf Reihenhäuser befinden sich gerade im Genehmigungsverfahren.“ Für diese dritte Baustufe soll im Herbst Baubeginn sein. Das Projekt kommt laut Mittelmeier bei den Interessenten gut an: „Der Kindergarten ist gleich ums Eck und die Lage sehr zentral.“ Der Charakter Dorf in der Stadt wird durch einen Grüngürtel, der sich durch die Siedlung durchziehen soll, geschaffen. Dafür mussten die Nebau und Immobilienmakler Helfried Ehrengruber Grundstücke an die Gemeinde abtreten. Diese wird den Park anlegen.