Erstellt am 23. März 2011, 00:00

Wird Neusiedl Europas schönste Stadt?. WETTBEWERB / Die„Entente Florale Europe“ bewertet nicht nur Blumenschmuck, sondern auch Wohn- und Lebensqualität.

Aushängeschild. Der Blumenschmuck ist in den letzten Jahren ein Markenzeichen der Stadt Neusiedl am See geworden. Beim Wettbewerb „Entente Florale Europe“ wird auch Wohn- und Lebensqualität beurteilt.  |  NOEN
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VON PIA REITER

NEUSIEDL AM SEE / Die Stadt will sich europaweit mit der Konkurrenz messen und wird deshalb am internationalen Wettbewerb „Entente Florale Europe“ teilnehmen. Österreichweit gibt es nur zwei Teilnehmer: Neusiedl am See wird in der Kategorie Stadt an den Start gehen, Rennweg am Katschberg (Kärnten) als Dorf. Bewertet werden die Kategorien Vegetation beziehungsweise Landschaft (zusammen 50 Prozent), Umweltschutz (23 Prozent) und Tourismus (27 Prozent). Die internationale Jury wird von 1. Bis 3. Juli erwartet. Das Österreichische Blumenbüro war an Neusiedl am See heran getreten und hat die Stadt zur Teilnahme ermutigt. „Am 29. April um 11 Uhr findet dann als offizieller Startschuss die feierliche Übergabe der Entente Florale bei der Kapelle beim Kalvarienberg statt“, erklärt Vera Rittsteuer.

Die italienische Stadt Grado tritt ebenfalls in derselben Kategorie an und ist somit direkter Konkurrent. Deshalb will man die 15 Jurymitglieder mit einem sechsstündigen Trip durch die Stadt beeindrucken, wie Bürgermeister Kurt Lentsch erklärt: „Wir planen eine Hotterfahrt, wollen den Kalvarienberg mit den Schafen, das Montessori Kinderhaus, das Nezwerk, unsere Radwege, das Fernheizwerk oder den Windpark präsentieren. Auch unser Projekt „Gesunde Stadt“ passt genau. Außerdem wollen wir einen 15 Minuten langen Imagefilm machen und diesen dann zeigen.“ Der Stadtchef möchte Neusiedls Motto der lebens- und liebenswerten Stadt vermitteln: „Dort, wo andere Urlaub machen dürfen, leben wir.“ Parallel dazu möchte Lentsch einen Blumenschmuckwettbewerb in der Stadt ausschreiben. Die am schönsten gestalteten Vorgärten aber auch Fassaden sollen honoriert werden. Der Gemeindevorstand wird diese bewerten. Wichtig sind laut Lentsch vor allem der persönliche Einsatz, die Investitionssumme und die gestaltete Fläche. Für den ersten Platz gibt es 400 Euro, für den Zweiten 300 und für den Dritten 200 Euro. „Das Bewusstsein soll geschärft werden. Das funktioniert nur, wenn es nicht nur ein Anliegen der Politik ist, sondern auch von vielen Neusiedlern“, sagt Lentsch.