Erstellt am 03. Februar 2011, 14:41

Wohnhausbrand war vermutlich ein Unfall. Im Fall eines Wohnhausbrands am Dienstagabend in Zurndorf, bei dem eine 22-jährige Frau schwerste Verbrennungen erlitten hat, dürfte es sich nach derzeitigem Ermittlungsstand des Landeskriminalamts Burgenland (LKA) um einen Unfall gehandelt haben.

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Das bestätigte LKA-Leiter Oberst Rainer Erhart am Donnerstag der APA. Der Zustand der Frau sei weiterhin sehr kritisch, ihre Haut wurde "großflächig" verbrannt, hieß es von der Exekutive.

Die Brandsachverständigen des LKA und des Bundeskriminalamts haben ihre Arbeit am Unfallort abgeschlossen, nun seien Gutachten ausständig. Derzeit deute vieles darauf, dass in dem Zimmer, in dem sich die 22-Jährige befand, viele angezündete Kerzen aufgestellt waren, so der Oberst. Eine dieser Kerzen dürfte die direkte Zündquelle für das Feuer gewesen sein.

Beim Versuch den Brand zu löschen, haben vermutlich Haare und Kleidung der Frau Feuer gefangen. Sie wurde mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades ins Wiener AKH gebracht. Die 22-Jährige lebt laut Polizei gemeinsam mit ihrem ebenfalls 22-jährigen Lebensgefährten in dem Wohnhaus in der nordburgenländischen Gemeinde.

Er muss sich nun in einer anderen Causa gegenüber der Polizei verantworten. Im Zuge der Brandermittlungen habe man auch eine Indoor-Cannabis-Plantage gefunden. "Das hat aber nichts mit dem Wohnhausbrand zu tun", betonte Erhart. Man führe diesbezüglich "Ermittlungen auch gegen ihren Lebensgefährten", sagte der LKA-Leiter.