Erstellt am 24. Juli 2013, 00:00

Wohnraum für 1.000 neue Bürger entsteht. Wohnungbau / An die 300 Wohnungen errichten Wohnungsgesellschaften wie OSG, Neue Eisenstädter oder BWS in den nächsten fünf Jahren.

Von Pia Reiter

NEUSIEDL AM SEE / Ein Bauprojekt folgt nach dem anderen: Die Wohnungsgesellschaften planen, bis 2018, Wohnraum für bis zu 1.000 Personen, in der Stadt zu schaffen. Außerdem gibt es verschiedene Reihenhaus-Projekte der Wohnbaugesellschaften zum Beispiel der Neuen Eisenstädter und Genossenschaften wie OSG (siehe auch Infobox). Die Folge: Neusiedl am See wächst unaufhaltsam. „Allein die OSG wird 2014 vier große Baustellen in der Stadt haben, nächstes Jahr haben wir 107 Wohnungen und acht Reihenhäusern in Bau“, sagt Geschäftsführer Alfred Kollar. Weiters errichtet die BWS derzeit 55 Wohnungen im Bereich „Hausgärten“, 70 weitere sollen noch folgen.

Jüngstes geplantes Großprojekt: Bei der Gleichenfeier ihrer Anlage mit 18 Wohnungen verkündete „Neue Eisenstädter“-Direktor Anton Mittelmeier den Ankauf von einem Hektar Grund, der zum Areal der ehemaligen Gemüseproduktion „Scana“ gehört. Allein den Grundkauf hat sich die Baugesellschaft mehr als 1,5 Millionen Euro kosten lassen, bestätigt Mittelmeier: „Die Verträge sind frisch unterschrieben. Wir haben den Grund von der Alpenland, die dort Reihenhäuser errichten wollte, gekauft. Nun müssen wir ein neues Gesamtprojekt ausarbeiten.“

Übernehmen soll das der Neusiedler Architekt Hans Peter Halbritter. „Wir wollen mehr Grün in die Anlage hineinbringen, die Autos müssen unter die Erde“, beschreibt Mittelmeier das Projekt. Bereits im Frühjahr soll sich dann schon der erste Kran drehen.

Stadt als Schnittstelle mit Naherholungswert 

„Wir bauen gerne in der Stadt, die Nachfrage stimmt“, betont er. Die Nebau könne im Bereich der Kaserne, wo insgesamt 43 Reihen- und Atriumhäuser geplant sind, gar nicht schnell genug bauen: „Von den insgesamt sechs Baustufen, sind drei bereits umgesetzt. 20 Häuser sind teils schon fertig, teils steht der Rohbau. 23 weitere folgen so bald wie möglich.“

Für OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar ist die große Nachfrage leicht erklärt: „Die Stadt liegt einfach außergewöhnlich gut. Ist Schnittstelle im Bezirk und Wien, der Flughafen sowie Eisenstadt sind schnell zu erreichen und noch dazu dem Neusiedler See als Naherholungsgebiet. Der ganze Bezirk floriert, es ist die wahnsinnigste Region im ganzen Burgenland.“

„Neusiedl ist eine attraktive Stadt, die Leute wollen hier wohnen. Deshalb nehmen die Wohnbaugesellschaften auch Geld in die Hand und schaffen neuen Wohnraum“, betont Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP). Dass Neusiedl am See so schnell wächst, hat laut dem Stadtchef nicht nur Vorteile: „In so kurzer Zeit die benötigte Infrastruktur, wie zum Beispiel genügend Kindergartenplätze zu schaffen, ist eine Herausforderung. Die Abwanderungsgemeinden haben aber größere Probleme, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten“, sagt er.