Erstellt am 01. Juni 2016, 10:24

von Pia Reiter

Zahlen zum Surf Worldcup präsentiert. Veranstalter legt bei vierstündiger Diskussion Zahlen sowie Angebot für Ausrichtung des Events von 80.000 Euro auf den Tisch. Unter dem Titel "Reden wir über den Surf Worldcup" lud die SPÖ Podersdorf am See am vergangenen Montag ins Pfarrzentrum.

Auf dem Podium. Vizebürgermeister Franz Steiner (SPÖ) hatte zur Veranstaltung „Reden wir über den Surf Worldcup eingeladen“, die Veranstalter Gerhard Polak, Georg Kloibhofer und Mike Pichura präsentierten Besucherzahlen, Gesamtkosten und wie viel das Event dem Tourismusverband kostet.  |  NOEN, BVZ

Unter dem Titel "Reden wir über den Surf Worldcup" lud die SPÖ Podersdorf am See am vergangenen Montag ins Pfarrzentrum.

Der Plan: Der Veranstalter, die Agentur KGP rund um Gerhard Polak, Georg Kloibhofer und Mike Pichura, sollte Gelegenheit erhalten, ihre Zahlen auf den Tisch zu legen. Im Vorfeld hatte es Unstimmigkeiten zwischen Veranstalter und dem neuen Tourismuschef Hannes Anton bezüglich Besucherzahlen und Kosten der Veranstaltung gegeben.

Thema bewegt Podersdorfer

Dabei war eines besonders auffällig: Der Surf Worldcup ist ein Thema, das die Podersdorfer, obwohl, oder gerade, weil der Vertrag mit dem Veranstalter für nächstes Jahr gekündigt wurde, sehr bewegt. Das Pfarrzentrum war voll bis auf den letzten Platz, sogar Stehplätze gab es Montagabend keine mehr in dem Saal. Die Stimmung war emotional und aufgeheizt.

„Wir wollten die Gelegenheit nutzen und nach 18 Jahren unsere Sicht der Dinge und die Zahlen, die wir haben, auf den Tisch legen. Das war in den vergangenen 20 Jahren aufgrund des Vertrags, der uns das untersagt hat, nicht möglich“, erklärten Gerhard Polak und Georg Kloibhofer auf dem Podium.

Die unterschiedlichen Besucherzahlen auf Veranstalter- als auch auf Tourismusseite gehen laut Polak darauf zurück, dass der Veranstalter jeden Gast, der sich zu dem Zeitpunkt in Podersdorf aufhält: „Als Besucher des Surf Worldcups zählt, egal ob dieser sich im Tages- oder Abendbereich aufhält oder mit dem Rad durch den Ort fährt.“

Hannes Anton berief sich in seinen zahlreichen Wortmeldungen auf die Anzahl der Besucher, die das Eintrittssystem am Strandgelände erfasst (hier sind zum Beispiel die Partybesucher am Abend oder Freikarten nicht dabei).

1,7 Millionen Euro kostet Event den Veranstaltern

Deshalb bilanziert hier der Veranstalter 2016 mit 102.000 Besuchern, Hannes Anton kommt auf etwa 23.300 verkaufte Tickets im Strandbad.

Auf den Tisch kam aber von Veranstalterseite auch, wie viel der Surf Worldcup insgesamt kostet: nämlich 1,7 Millionen Euro. 2016 erhielt die Agentur KGP für die Durchführung des Events vom Tourismusverband Podersdorf 245.000 Euro, dafür fiel die Beteiligung von einem Euro pro Strandbadbesucher weg.

Nachdem 2012 der Fördertopf des Landes ausgeschöpft war, unterstützten Burgenland Tourismus und NTG den Surf Worldcup ab 2013 mit insgesamt 75.000 Euro. Da 2015 der Vertrag mit der NTG auslief und heuer zeitgleich mit dem Surf Worldcup die Starnacht stattfand, gab es 2016 keinerlei Förderung.

„Der Tourismusverband hat ein Budget von 240.000 Euro im Jahr, auf Dauer können wir uns die Veranstaltung, die Zusatzkosten noch gar nicht mitgerechnet, so nicht leisten“, erklärte Tourismusobmann Rene Lentsch. Das Resümee des Veranstalters:

„Nach vierstündiger Diskussion liegt von uns ein Angebot über 80.000 Euro vor. Wir haben auch angeboten, dass wir als Veranstalter versuchen, vom Land eine Förderung für das Event zu bekommen. Alle Fakten liegen auf dem Tisch, jetzt kann Podersdorf entscheiden, ob es noch einmal mit uns verhandelt.“