Erstellt am 05. Oktober 2011, 00:00

Zehn Jahre Tagesstätte. JUBILÄUM / Das Tagesheim für Menschen mit Beeinträchtigung in Frauenkirchen besteht seit einem Jahrzehnt. Nächstes Jahr soll das Sozialzentrum ausgebaut werden.

Feierten das Jubiläum: Landeshauptmann Hans Niessl, Heimleiterin Elisabeth Deutsch, SeneCura Geschäftsführer Rudolf Öhlinger, Bürgermeister Josef Ziniel und Landesrat Peter Rezar.BIRGIT BÖHM-RITTER  |  NOEN
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FRAUENKIRCHEN / Seit einem Jahrzehnt steht die Tagesstätte in Frauenkirchen für Menschen mit Beeinträchtigungen offen. Vergangenen Sonntag wurde das Jubiläum gebührend gefeiert.

2001 wurde die Tagesstätte von dem Verein Soziale Dienste eröffnet, bereits drei Jahre später konnte die Einrichtung um eine Wohngemeinschaft für zwölf Klienten erweitert werden. Eine Lernwerkstätte sowie die Möglichkeit eines teilbetreuten Wohnens für Jugendliche wurden 2005 beziehungsweise 2008 ergänzt. Dazu kam die Tagesbetreuung für ältere Menschen. „Hier ist ein soziales Netzwerk nach den Bedürfnissen der Menschen entstanden“, sagt Bürgermeister Josef Ziniel in seiner Festansprache.

Blick in die Zukunft:  Ausbau des Sozialzentrums

Dieses soziale Zentrum wird nun erneuert und ausgebaut. Vergangenes Jahr hat die SeneCura Gruppe die Sozialeinrichtung als neuer Betreiber übernommen. Um die Betreuung auf höchstem Standard zu ermöglichen, wird die SeneCura die bestehende Liegenschaft umstrukturieren: Konkret ist der Neubau eines Pflegezentrums mit 60 Pflegeplätzen geplant. Neben dem neuen Pflegeheim wird auch das bestehende Gebäude grundsaniert und in ein Behindertenwohnheim für zwei Kleingruppen mit je zwölf Personen umgebaut. Die Lernwerkstätte, in der momentan zehn Personen tätig sind, soll erweiter werden: „Im Endausbau ist angedacht, 20 bis 30 Jugendliche hier auszubilden und ihnen neue Beruufsperspektiven zu eröffnen“, erklärt Rudolf Öhlinger, SeneCura Geschäftsführer.

Landesrat Peter Rezar bezeichnet das Engagement in der Stadtgemeinde Frauenkirchen als positives Beispiel, was soziale Verantwortung anbelange: „Die Integration in ein soziales Gefüge ist für das Selbstwertgefühl der Klienten enorm wichtig,“, sagt er.

Landeshauptmann Niessl betont die „soziale Ader“ der Betreuer: „Für diesen Beruf braucht man Berufung.“