Erstellt am 17. Februar 2014, 08:53

von Pia Reiter

Zehn Pferde vergiftet. Warten auf Resultate der Laborergebnisse der Futterproben, derzeit noch sieben Tiere in Universitätsklinik.

Von Pia Reiter und Christoph Weisz

„So ein massenhaftes Auftreten von Koliken habe ich noch nie erlebt“, schildert Amtstierarzt Peter Karall den Vorfall in einem Andauer Reitstall, wo zehn Pferde erkrankten. Nach und nach musste Helmut Altmann zusehen, wie seine Pferde erkrankten und Anzeichen einer Kolik aufzuweisen begannen. Zehn Pferde sind betroffen. Eines ist an der Vergiftung gestorben. „Es ist nicht nur ein enormer finanzieller Schaden, sodass ich nicht weiß, wie ich das bezahlen soll. Eines meiner besten Pferde hat es nicht überlebt. Es ist wirklich ein herber Schlag für mich und meine Gattin“, erzählt Helmut Altmann fassungslos. Mittlerweile wurde vom Reitclub Andau bereits eine Spendenaktion gestartet.

Sieben der Pferde befinden sich derzeit in der Veterinärmedizinischen Universität in Wien, zwei wurden in Andau im Stall vom Tierarzt medizinisch versorgt. „Alle Pferde sind an einer Kolik erkrankt. Ein Pferd wurde notoperiert und konnte gerettet werden. Weitere drei befinden sich in intensiver Behandlung und vier der Pferde sind bereits auf dem Weg der Besserung“, sagt Doris Sallaberger, Pressesprecherin der Universitätstierklinik.

AGES untersucht alle Futterproben

Auch vor Ort wird alles unternommen, um den Vorfall aufzuklären: Karall hat vom gesamten Futterbestand Proben genommen. Diese werden von der AGES in Wien untersucht. „Es wird ungefähr zehn bis 14 Tage dauern, bis die Laborresultate da sind“, erklärt der Amtstierarzt.

Die Ermittlungen der Beamten gehen derzeit in alle Richtungen. Die Frage, die die Ermittler und Behörden derzeit am meisten beschäftigt: Hat jemand mit Vorsatz etwas ins Futter der Pferde gemischt oder ist etwas durch fehlerhafte Lagerung oder bei der Herstellung passiert? „Auch ein Schimmelpilz ist für die Pferde Gift. Für mich steht fest, dass die Pferde etwas über das Futter aufgenommen haben, was schließlich die Koliken verursacht hat“, meint Karall.
Es werde auch Fremdeinwirkung untersucht, und auch, ob etwas mit dem Futter nicht stimme, sagt Wolfgang Bachkönig, von der Landespolizeidirektion Burgenland.